Carolyn Carlson nach Roubaix
«I’m not ballet», sagt Carolyn Carlson. Drum ändert sie auch den Namen des Ballet du Nord. Zwei Jahre, nachdem in Roubaix Maryse Delente von ihren Tänzern geschasst wurde, wissen die damals Streikenden nun endlich, was ihnen die Zukunft bringt: eine europäische Dance Fabric. Fabric = Fasern. Carlsons Wortspiel zielt auf einstige industrielle Größe. In der historischen Seidenmanufaktur, La Condition des Soies, plant sie sieben (!) Tanzstudios, für Kreation und Training.
Das Programm der Ballettschule wird nun variiert, durch Ausdrucks- und zeitgenössischen Tanz und Carlsons eigene Technik. In ihren Pariser Studios in der Cartoucherie von Vincennes, gegenüber von Ariane Mnouchkines Théâtre du Soleil, wird Carlson weiter Master Classes anbieten. Bisher hatte sie kein Geld für eine Kompanie. In Roubaix findet sie nun endlich ein Budget, um jährlich eine Kreation vorzustellen. Die Kompanie wird zeitgenössisch, nicht neoklassisch. «Das habe ich von Anfang an klar gestellt.» Auch Events will sie programmieren. Allein, noch muss der Tanz in Roubaix, mit seinem Budget von 2,8 Mio. Euro pro Jahr, die Schulden der Vergangenheit abbauen.
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Welche Bedeutung hat die Forsythe Foundation, die in New York ins Leben gerufen wurde, im Rahmen Ihrer Aktivitäten? Mit ihrer Hilfe wird es möglich sein, didaktische Forschungsprojekte zu finanzieren. Die vor einigen Jahren erschienene CD-Rom über die Forsythe-Methode wurde zum Beispiel in der...
99 bunte Luftballons? Nicht mit Marco Goecke! Hat sich der Vorhang zu «Sweet Sweet Sweet» gehoben, schlägt die Bühne erst mal Blasen. Wohin man blickt: abertausende von Ballons, bleiern schwer in ihrer Schwärze und doch so leicht, dass sich Evan McKie und Mikhail Soloviev später ohne Anstrengung einen Weg durch den angestauten Äther bahnen. Einen Augenblick lang...
Ohad Naharin recently returned to the helm of Batsheva Dance Company as artistic director, and “Three“ (Hebrew: Shalosh), composed of three separate sections, is his first work since then. As expected, Naharin once more produced the unexpected, a work that is decidedly different from previous larger-scale creations in terms of energy and its focus on a newly...
