Jenseits

Christo und Jean-Claude haben den Central Park für 16 Tage zu einem Parcours beschränkter Bewegung umgestaltet. Andrzej Wirth hat ihn als Flaneur zu begehen versucht

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Urbane Choreografie
Christo und Jeanne-Claude – virtual actors im Central Park, oder: der zeitweilige Tod des Flaneurs

Eine Lawine deskriptiver Beiträge hat sich via Weltpresse über das temporäre Christo-Jeanne-Claude-Jahrhundert-Projekt «The Gates» im Central Park ergossen. Der ehemalige Bewohner von Upper-East Side am Rand des Central Park versetzt sich für das Eröffnungs-Wochenende über den Atlantik. Er wird auf dem Flugplatz eingeschüchtert.

Where is your bag? I have only my toothbrush!
Die monumentale walk in installation kennt die Öffentlichkeit seit Jahren in allen Details aus Christos unzähligen Architektur-Skizzen. Teils meisterhaft, teils kitschig. Sie finanzieren das einmalige Unternehmen. Keine Überraschung, aber ein Wunder: dass solche Komplexität sich voraussehen und in jedem Detail verwirklichen lässt und zur Eröffnung in der Wintersonne glänzt, wie versprochen.
Der Reisende interessiert sich für die Auswirkung dieser gewaltigen Intervention auf die Benutzer des Parks. Sie geschieht im Rahmen eines anderen Kunstwerks: von Olmsted und Vaux. Das Meisterwerk von Olmsted und Vaux (1857) ist ein Atrium, ausgeschnitten aus der urbanen Substanz von Manhattan, ein Kunstgarten ...

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Tanz April 2005
Rubrik: Jenseits, Seite 86
von Andrzej Wirth

Vergriffen
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