In der Schwebe
Es ist schon ein Wagnis, wenn zeitgenössischer Tanz und akrobatischer Neuer Zirkus aufeinandertreffen, körperlich wie ästhetisch. Klassisch ausgebildete Tänzer*innen springen plötzlich in ungewohnte Höhen, stehen auf Schultern oder Unterarmen, schleudern ihre Körper mehr als dass sie sie schwingen. Aber es ist ein Wagnis, das sich lohnt. Und ein Wagnis, mit dem die Deutsche Tanzkompanie (DTK) im mecklenburgischen Neustrelitz demonstriert, wie wertvoll und variantenreich ihre Arbeit ist.
Der Name der Kompanie klingt groß und (zumindest Stadt-)Grenzen überschreitend.
Die Deutsche Tanzkompanie tourt als Gastspielensemble, tanzt bis zu hundert Vorstellungen im Jahr, in der Region, aber auch in Fulda, Hameln oder Herford. Auftrag des Ensembles ist es, den Tanz in vermeintlich ländliche Regionen zu bringen – und es ist das einzige seiner Art in Mecklenburg-Vorpommern. Die Landesförderung allerdings läuft in diesem Jahr aus, noch gibt es nicht mehr als «freundliche Absichtserklärungen», sagt Marco Zabel, seit 2022 geschäftsführender Vorstand der DTK. Aber darauf könne er weder einen Wirtschaftsplan noch ein Programm aufbauen.
Die Besonderheit der DTK lässt sich wohl am besten mit einem ...
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Tanz Februar 2025
Rubrik: Hinter den Kulissen, Seite 50
von Sarah Heppekausen
Oona Dohertey
Oona Dohertey ist eine der derzeit spannendsten jungen Choreografinnen. Aktuell amtiert die Nordirin als «artiste associée» in Angelin Preljocajs Pavillon Noir in Aix-en-Provence, wo wir ihr jüngstes Stück «Specky Clark» sahen – das dieses Jahr die europäischen Tanzbühnen durcheinanderwirbeln wird
Johann Strauß
Am 25. Oktober würde der «Walzerkönig»...
In Südkorea ist man sich in vielen Dingen einig. So, als die Romanautorin Han Kang im Herbst den Nobelpreis für Literatur erhielt. Da waren im Nu sämtliche ihrer Romane vergriffen und die Universität, an der sie studierte hatte, ernannte die urplötzlich im Rampenlicht stehende Schriftstellerin zur Professorin h. c. Der Hype erinnert direkt an den Wirbel, der die...
Als das Publikum noch seine Plätze sucht, wird auf Theresa Isabella Malessas Bühne schon gespielt. Bei «Reise nach Jerusalem» jagt die Theater-Bremen-eigene Kompanie Unusual Symptoms zwischen Stoffpodesten hin und her, es werden lebende Skulpturen erstellt, später gibt es Kartentricks, noch später werden Messer gezückt, und es fließt Blut. Aber zunächst ist das vor...
