Wurzelwerk

In den USA besinnt sich die jüdische Tanz-Community wieder verstärkt auf ihr kulturelles Erbe

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Am 14. Mai jährt sich zum 75. Mal die Staatsgründung Israels. Die USA sind nicht nur politisch ein treuer Verbündeter, sondern auch kulturell. Im Tanz gilt das seit Beginn der amerikanischen Moderne: Tänzer*innen wie Anna Sokolow, Pearl Lang und Sophie Maslow schöpften aus ihrem jüdischen Erbe. Ebenso ihre Nachfahrinnen: Liz Lermans «The Good Jew?» (1992) und Risa Jaroslows «Chair Dance for Two Jewish Mothers» (1988) sind nur zwei Beispiele.

Andere wiederum griffen biblische Geschichten auf: Sara Pearson übertrug mit «The Return of Lot’s Wife» (2003) das Schicksal einer ungehorsamen Ehefrau in die US-Gesellschaft der 1950er-Jahre, und Ze’eva Cohen beleuchtete in «Negotiations» (2000) die Beziehung zwischen Sara und Hagar.

Was ist Jewishness?
Der israelische Immigrant Zvi Gotheiner schuf 2012 die Choreografie «Dabke», indem er sich den gleichnamigen Volkstanz aus dem Nahen Osten in Erinnerung rief, der freitagabends in dem Kibbuz getanzt wurde, in dem er aufgewachsen war. Dan Froot und David Dorfman kreierten schon 2001 ein urkomisches Vaudeville-Programm namens «Shtuck», in dem sie ihre eigenen Nummern – ihre «shticks» – in witzigen jiddischen Wendungen parodierten. An der ...

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Tanz Mai 2023
Rubrik: Report, Seite 58
von

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