«Hohoho», lachen Nagg und Nell
Tabula rasa. Weißer Boden, weiße Leinwand. Nichts sonst. Stille. Antje Pfundtner startet in ihrem ersten Gruppenstück bei null. Fängt wieder von vorn an: als Choreografin und Geschichtenerzählerin über das Leben und das Tanzen. Themen wie schon in ihrem ebenfalls in der Kampnagelfabrik produzierten und uraufgeführten Solo «eigensinn», mit dem die Wahlhamburgerin aus Westfalen viel versprechend internationale Aufmerksamkeit weckte.
In «selbstinschuld» spinnt Antje Pfundtner in Gesellschaft mit drei Tänzern ihre Gedanken fort und reflektiert in grotesken Körperbildern über Hürden, Verrenkungen und Unfälle.
Auf der leeren Bühne tut sich nichts. Plötzlich lugen Zehen unter der Leinwand ins Licht. Fünf Paar Füße kommen zum Vorschein, dann die Knie, dann die Oberschenkel. Der zeitlupenmäßige «Auf-Tritt» der Tänzer auf den Bühnenboden verkörpert die Steißgeburt der Figuren. Halbnackt, mit dem Hintern zum Publikum, tippeln sie in gebeugter «Problemlage» devot und provokant ins Stück. Sich den Zuschauerblicken nah an der Rampe ausstellend, darbietend wie in einem Menschenzoo.
Animalisch und infantil rutschen sie auf dem Boden. Silke Hundertmark, Trinidad Martinez und Volkhard Samuel Guist ...
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