«Hohoho», lachen Nagg und Nell

Antje Pfundtner: «selbstinschuld» in Hamburg

Tanz - Logo

Tabula rasa. Weißer Boden, weiße Leinwand. Nichts sonst. Stille. Antje Pfundtner startet in ihrem ersten Gruppenstück bei null. Fängt wieder von vorn an: als Choreografin und Geschichtenerzählerin über das Leben und das Tanzen. Themen wie schon in ihrem ebenfalls in der Kampnagelfabrik produzierten und uraufgeführten Solo «eigensinn», mit dem die Wahlhamburgerin aus Westfalen viel versprechend internationale Aufmerksamkeit weckte.

In «selbstinschuld» spinnt Antje Pfundtner in Gesellschaft mit drei Tänzern ihre Gedanken fort und reflektiert in grotesken Körperbildern über Hürden, Verrenkungen und Unfälle.
Auf der leeren Bühne tut sich nichts. Plötzlich lugen Zehen unter der Leinwand ins Licht. Fünf Paar Füße kommen zum Vorschein, dann die Knie, dann die Oberschenkel. Der zeitlupenmäßige «Auf-Tritt» der Tänzer auf den Bühnenboden verkörpert die Steißgeburt der Figuren. Halbnackt, mit dem Hintern zum Publikum, tippeln sie in gebeugter «Problemlage» devot und provokant ins Stück. Sich den Zuschauerblicken nah an der Rampe ausstellend, darbietend wie in einem Menschenzoo.
Animalisch und infantil rutschen sie auf dem Boden. Silke Hundertmark, Trinidad Martinez und Volkhard Samuel Guist ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Juli 2005
Rubrik: On Stage, Seite 45
von Klaus Witzeling

Vergriffen
Weitere Beiträge
James Kudelka quits

James Kudelka, artistic director of the National Ballet of Canada since 1996, stepped down on June 30. His resignation had been announced only six weeks before but senior company officials say Kudelka had been discussing his departure for several months. He was the longest serving artistic director since its founder, Celia Franca, and will retain the title of...

Jenseits

«Guck’ mal, was die Frau da macht». Der Vater schiebt sein Kind vor ein Ladenlokal in einer Nebenstraße der Essener Innenstadt. Eine Schaufensterpuppe legt ihre Hand gegen die Scheibe. «Sind die echt?», fragt der Kleine. Der Schweiß ihrer Hände kondensiert gegen das Glas. Die Ware lebt, doch wahre Kunst darf man nicht anfassen. Sie ist unverkäuflich, sie hat einen...

Walk Don’t Walk

I had been preparing for the “Lions and Tigers, oh my” but the sight of so much security was an unsettling surprise. Around each “Compound”
(Home) were high walls with electric wire. Driving with the car top down was not recommended, rather the doors locked and the handbag down under your feet. A few dancers within the company had experienced being hijacked from...