Hiroaki Umeda:«While Going to a Condition»,«Adapting for Distor»
Unbeleuchtet wirkt die schwarz gekleidete Figur auf der Bühne so zweidimensional wie ein Schatten. Auf der Rückwand hinter dem regungslosen Zweibeiner wandert ein dicker weißer Balken hinauf, wieder und wieder, ähnlich einer Bildstörung. Andere Striche, quer, längs, scharf, unscharf, schmal und breit, erscheinen, verschwinden, wiederholen sich. Jeder an ein bestimmtes elektronisches knarziges oder heulendes Geräusch gekoppelt. Der Eindruck einer Invasion unangenehmer audiovisueller Nichtsnutze verstärkt sich. Sie nehmen Raum ein, vermehren und verändern sich.
Das immobile Wesen zuckt kurz und beginnt, seine Fußspitzen auszudrehen. Rein, raus, rechts, links, immer schneller, sein Fundament spratzelt. Die Füße treten ein wenig weiter aus, die Knie, die Arme, und kleine Wellen flitzen durch die Figur, die sich schließlich von der Stelle bewegt.
Diese Steigerung lässt der studierte japanische Fotograf Hiroaki Umeda, der stets seine eigenen Stücke tanzt, in «While Going to a Condition» sehr allmählich geschehen, was die Sache trotz der Vorhersehbarkeit spannend macht. Worauf läuft es hinaus? Ist der ununterbrochene Bild- und Tonwechsel eine Art Motor, der den Body in Gang bringt? Eine ...
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