Highlights 8-9/21
Berlin
FESTIVAL UND SHOW Hochsommer heißt in Berlin: «Tanz im August». Nach der digitalen Dürre ist 2021 wieder volles Programm: Von Anne Nguyens «Underdogs» (tanz 6/21) über Constanza Macras’ «Stages of Crisis» und Stephanie Thierschs «Archipel» (siehe S.
8) bis hin zu den postkolonialen Settings von Dorothée Munyaneza und Choy Ka Fai schlägt Festivalleiterin Virve Sutinen einen gegenwartskritischen Spannungsbogen – gern auch mal unter freiem Himmel! Aus dem Dunkel ins Licht führt der Weg, den die neue Show des Friedrichstadtpalasts mit ihrem Helden, dem Fotografen Cameron, zurücklegt: «Arise» erzählt von Verlust und Neubeginn und wird einmal mehr mit großem Aufwand designt – choreografisch etwa von Eric Gauthier und Ohad Naharin (jawohl, keinIrrtum!). Ab 7. August Previews, am 22. Sept. Premiere, www.palast.berlin; «Tanz im August» vom 6. bis zum 22. August; www.tanzimaugust.de
Weimar
KUNSTFEST Sinnliche Opulenz und diskursive Prägnanz – nicht weniger verspricht das «Kunstfest Weimar», um die Strahlkraft der Kulturstadt ab Ende August zwei Wochen lang zu intensivieren. Ihren Beitrag auf der Tanzbühne leisten die Keersmaeker-Schüler Roberto Olivan und Gregory Maqoma mit «Lonely ...
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Tanz August/September 2021
Rubrik: Kalender, Seite 28
von
Der Letzte macht das Licht aus. Nicht bei John Neumeier. Noch während der ersten Welle der Pandemie erinnerte sich Hamburgs Ballettchef eines alten Brauchs und ließ nicht nur des Nachts im Theater das sogenannte «Ghost Light» leuchten. Er hielt auch während des Lockdowns sein Ensemble in Bewegung und sorgte so dafür, dass böse Geister gar nicht erst in Versuchung...
Was hat man nicht alles vergessen! So viele Schritte, Tänzer, Choreografien, Performances in den letzten Jahren gesehen, und wer oder was davon hat Spuren hinterlassen? Es ist beschämend. Das allerdings dürften wohl die wenigsten Augenzeugen wieder aus ihrem Kopf kriegen: Eine Frau hämmert sich mit sachten Schlägen einen acht Zentimeter langen Zimmermannsnagel ins...
DER WEISSE TURM VON MULEGNS
Wer das Modell des «Weißen Turms» von Mulegns für das Werk eines Zuckerbäckers hält, liegt gar nicht so falsch. Tatsächlich haben die Familien Poltera und Jegher dem Bergdorf im Schweizer Kanton Graubünden einst zu einem gewissen Wohlstand verholfen, nachdem sie im Ausland mit ihren Patisserien das große Geld gemacht hatten. Inzwischen...
