Highlights 6/22
salzburg, montpellier
sommerfestivals
Die Salzburger «Sommerszene» ist ein herrliches Sprungbrett in den Festivalsommer: immer erfrischend und fein kuratiert. So auch in diesem Jahr, finden sich doch Choreografen wie Moritz Ostruschnjak (S. 26), Jan Martens und Lia Rodrigues mit ihren Arbeiten ein: kleine bis mittlere Formate, die künstlerisch große Nummern sind (vom 9. bis 24. Juni, www.szene-salzburg.net).
Wer dann voll auf der Tanzwelle surfen will, fährt zu «Montpellier Danse», dem Hotspot in Südfrankreich, der auch 2022 Spektakuläres bietet: Angefangen mit Bouchra Ouizgens’ «Éléphant» und Philippe Decouflés «Stéréo» entspinnt sich bis in den Juli hinein ein Uraufführungsreigen, der unter anderem Kreationen von Emanuel Gat, Noé Soulier und Nacera Belaza aneinanderreiht. Nix wie hin! Vom 17. Juni bis 3. Juli; www.montpellierdanse.com
düsseldorf
vier neue temperamente
1946 schuf George Balanchine die Choreografie, die als Blaupause für die Neoklassik gilt: «Die vier Temperamente» übersetzt die vier antiken Grundtemperamente in Tanz. Für das Ballett am Rhein nehmen sich nun vier namhafte Choreograf*innen des Themas an: John Neumeier beschäftigt sich mit der Melancholie, Hélène ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz 6 2022
Rubrik: Kalender, Seite 32
von
Der russische Angriff auf die Ukraine hat eine jahrhundertealte Vorgeschichte, politisch wie auch kulturell. Die Ukrainer sind sich dessen bewusst und rufen die Welt auf, sie zu unterstützen und Russland einen vollständigen kulturellen Lockdown aufzuerlegen. Etwa eine Woche, nachdem Russland einen abscheulichen Krieg gegen mein Land entfesselt hatte, wurde ich von...
Andris Plucis ist viel herumgekommen in seinem Leben. 1959 in Zürich als Sohn lettischer Eltern geboren, erhielt er seine Ausbildung in Wien und London, bevor er in Bonn eine Tänzerkarriere startete, die ihn später zu Egon Madsen und William Forsythe ans Frankfurter Ballett führte. Zeitweise in Gießen, Würzburg, Darmstadt, Coburg und Ulm als verantwortlicher...
CD des Monats
THE MESSENGER
Unwiederbringlich. Valentin Silvestrov hat «The Messenger» 1996 im Gedenken an seine Frau geschrieben, deren Todesumstände nie wirklich geklärt wurden. Aktuell könnte man seine Komposition für Streichorchester und Synthesizer (oder Piano) allerdings auch als Abgesang auf seine Heimat nehmen, so wie die Klavierklänge aus dem Musikkosmos...
