Collective Growth
Welches Modell holt das meiste für eine Kompanie raus: «top down» und Hierarchie, oder Partizipation und Co-Kreation? Und was braucht es, um in die Co-Kreation zu wechseln? «Top down» hat seine Vorteile: Entscheidungen werden an einer Stelle getroffen und können auf den ersten Blick schneller durchgesetzt werden. Als Führungskraft ist vieles sehr klar und berechenbar. Feedback bekommt wenig Raum. Die Tänzer müssen sich eben anpassen.
Aber zu welchem Preis?
In meiner Zusammenarbeit mit Dutzenden Teams aus den unterschiedlichsten Branchen zeigt sich immer wieder deutlich, was passiert, wenn das Management nicht wirklich auf existierende Bedürfnisse eingeht und den Druck erhöht. Ausfälle durch Krankheit steigen, Konflikte im Team, aber auch mit der Führung nehmen zu, die Motivation dagegen ab. Die Schuld daran sucht man gerne bei der anderen Partei. Jede Partei positioniert sich hinter der aus ihrer Sicht «richtigen» und einzigen Wahrheit. Bis es irgendwann nicht mehr geht und das System explodiert.
Soweit muss es nicht kommen. Zu erkennen und sich einzugestehen, dass es gerade nicht rund läuft, ist ein erster, wichtiger Schritt. Danach hilft es, einen Raum zu schaffen, in dem jedes ...
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Tanz 6 2022
Rubrik: Praxis, Seite 61
von Fabienne Bill
Altenburg Theaterzelt «Impulse», Ballette von Nanine Lining, Ihsan Rustem (tanz 5/22), Nils Christe. 3., 11. Juni; www.theater-altenburg-gera.de
Augsburg Theater «Dimensions of Dance. Part 3»: «Whim» von Alexander Ekman, «Rain Dogs» von Johan Inger und «Satisfaction» von Ricardo Fernando. martini-Park, 3. Juni «New Comer», Kammertanzabend mit Choreografien von...
KUNSTKAMER
Ein «wunderschönes Monster» – so beschreibt Paul Lightfoot «Kunstkamer», das 2019 im Rahmen des 60-jährigen Jubiläums des NDT uraufgeführt wurde (tanz 6/20). Als Inspiration diente das «Naturalienkabinett», ein Arten-Sammelsurium des Apothekers Albertus Seba aus dem 18. Jahrhundert. Paul Lightfoot, Sol León, Crystal Pite und Marco Goecke übertragen diese...
Sieben hochkarätige Ko-Produzenten haben das Gastspiel «Das Frühlingsopfer / common ground(s)» gestemmt, das Pina Bauschs choreografisches Vermächtnis aus dem Senegal nach Europa zurückholt: mit 38 schwarzen Tänzerinnen und Tänzern unterschiedlichster Prägung, die in drei Auditions in Burkina Faso, Elfenbeinküste und Senegal ausgewählt und von einem achtköpfigen...
