Highlights 10/22
Göteborg
HAMMER
Wo Ekman draufsteht, ist Ekman drin – heißt hier: Wenn die GöteborgOperansDanskompani eine Kreation von Alexander Ekman aus der Taufe hebt, kann sich das Publikum auf hintersinnige Bilder freuen. «Hammer» entwirft eine Gesellschaftsfantasie mit utopischem Beiklang, will der Choreograf doch vorführen, wie sich ein Hippie-Völkchen in lauter Ego-Blasen auflöst, um sich schlussendlich zu altruistischem Austausch zu bekehren. Ähnlichkeiten mit der historischen Realität … sind alles andere als zufällig. Ab 29.
Oktober auf der Opernbühne; www.opera.se
Paris
FESTIVAL D‘AUTOMNE
Die fabelhafte Marlene Monteiro Freitas und der nicht minder fabelhafte Noé Soulier bespielen ganz unterschiedliche Performance-Ecken: sie zeitgenössisch, er postklassisch. Beide zusammen machen nun den Monats-Auftakt beim abermals gut bestückten Pariser Herbstfestival: sie mit dem Solo «Guintche», er mit dem Film «Fragments» und, wenig später, seinem berückenden «Le Royaume des ombres», einem Schnellspaziergang über historisches Ballett-Terrain. Es folgen bis in den Dezember hinein weitere spannende Gäste wie Nora Chipaumire, Nacera Belaza oder das Ballet de l’Opéra de Lyon mit einem Soloprogramm ...
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Tanz Oktober 2022
Rubrik: Kalender, Seite 38
von
Ende einer Ära
Die überstrapazierte Formel vom Ende einer Ära – im Falle der «Dancing Times» trifft sie unumwunden zu. Das britische Magazin erblickte 1894 das Licht der Welt, zunächst als Hauspublikation der Cavendish Rooms, einer Institution des Gesellschaftstanzes. Ab 1910 firmierte es unter seinem weit über die Tanzwelt hinaus bekannten Namen, und seither...
Und dann bricht es aus ihnen heraus. Der Tanz, die Bewegung, der Move. Gerade haben die Anzugträger*innen im Foyer irgendeiner Bank of America noch über die kulturelle Unterschiede überwindende Kraft des Geldes sinniert, schon flattern erst die Scheine hinter den Schaltern wie aus Zauberhand, später Männer und Frauen über die glänzenden Marmorplatten, über Tische...
Reinhild Hoffmann wird in einem Atemzug genannt mit Pina Bausch, Johann Kresnik, Gerhard Bohner und Susanne Linke, wenn es darum geht, das deutsche Tanztheater zu beschreiben. Obwohl es sich um extrem individuelle künstlerische Positionen handelt, gibt es doch viele Gemeinsamkeiten, die diesen Begriff «Deutsches Tanztheater» bis heute wirkmächtig machen. Wie keine...
