Farewell Dancing Times

Das traditionsreiche britische Tanzmagazin hat das Erscheinen eingestellt. Zwei Nachrufe aus verschiedenen Generationen

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Ende einer Ära
Die überstrapazierte Formel vom Ende einer Ära – im Falle der «Dancing Times» trifft sie unumwunden zu. Das britische Magazin erblickte 1894 das Licht der Welt, zunächst als Hauspublikation der Cavendish Rooms, einer Institution des Gesellschaftstanzes. Ab 1910 firmierte es unter seinem weit über die Tanzwelt hinaus bekannten Namen, und seither verging nicht ein einziger Monat ohne eine neue Ausgabe: Bis zuletzt sind kontinuierlich 1345 Hefte erschienen, zwei Weltkriegen und einer globalen Pandemie zum Trotz.

Die «Dancing Times» hat diese Pandemie durchgestanden und doch nicht überlebt. Das krisenhafte Zusammenwirken der langfristigen ökonomischen Folgen von Covid-19 und der stetig gestiegenen Teuerungsrate hat der renommierten Fachzeitschrift den Todesstoß versetzt. In seinem letzten Editorial schrieb Herausgeber Jonathan Gray zum Abschied: «angesichts schrumpfender Werbeeinnahmen und massiver Mehrkosten für Versand und Papier können wir das qualitativ hochwertige Magazin, das Sie alle schätzen, schlichtweg nicht länger produzieren.»

Auf Phillip J.S. Richardson, der die Zeitschrift von 1910 bis 1958 herausgab, folgte A H Franks, der aufgrund seines plötzlichen ...

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Tanz Oktober 2022
Rubrik: Medien, Seite 56
von

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Impressum 10/22

tanz. Zeitschrift für Ballett, Tanz und Performance

Herausgeber Der Theaterverlag – Friedrich Berlin

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Sofie Goblirsch, Falk Schreiber, Marc Staudacher, Dorion Weickmann (Leitung)
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Art direction...

Giergetrieben

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Erschüttert sein

Zuletzt träumte er von einer «Philosophie des Theaters». Angelegt war sie in seinem Monumentalwerk «Tragödie und dramatisches Theater» 2013. Der Theaterwissenschaftler Hans-Thies Lehmann, der in Gießen und später in Frankfurt/Main lehrende Autor des in über zwanzig Sprachen verfassten Buchs «Postdramatisches Theater», war ein großer Aufräumer, was die Mythen des...