Giergetrieben

Richard Siegal choreografiert eine ekstatische Tanzshow für Julian Rosefeldts Filminstallation «Euphoria» bei der «Ruhrtriennale»

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Und dann bricht es aus ihnen heraus. Der Tanz, die Bewegung, der Move. Gerade haben die Anzugträger*innen im Foyer irgendeiner Bank of America noch über die kulturelle Unterschiede überwindende Kraft des Geldes sinniert, schon flattern erst die Scheine hinter den Schaltern wie aus Zauberhand, später Männer und Frauen über die glänzenden Marmorplatten, über Tische und Wände.

Hundert Profis und Amateurtänzer*innen, Magier, Akrobat*innen, Schauspieler*innen und Schlangenmenschen hat Julian Rosefeldt für seine Filminstallation «Euphoria» bei der «Ruhrtriennale» (und demnächst in New York) engagiert. Und Richard Siegal choreografierte mit ihnen eine überschwängliche Entertainment-Szene, in der das Geschäft mit dem Geld in einer ekstatischen Tanzshow mündet.

Im Film tanzt der Choreograf und künstlerische Leiter des Ballet of Difference, das seit 2019 in Köln zu Hause ist, auch selbst mit, auf einem der kleinen, runden Tische in der edlen Bankhalle: einer unter vielen in der absurd-wilden, gleichzeitig aber ganz perfekt choreografierten Masse. «Euphoria» ist Siegals erste Zusammenarbeit mit dem Videokünstler und Filmemacher Julian Rosefeldt. Der hatte sich eine ähnliche Szene wie von ...

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Tanz Oktober 2022
Rubrik: Produktionen, Seite 6
von Sarah Heppekausen

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