Heinz Spoerli
Heinz Spoerli erhält am 21. März im Essener Aalto-Theater den Deutschen Tanzpreis 2009, hierzulande der wichtigste Preis, der vom Deutschen Berufsverband für Tanzpädagogik mitgetragen wird. Er lobt Tradition und Nachwuchsförderung, was auch das traditionell gesetztere Alter der Preisträger erklärt. Der Zürcher Ballettchef Heinz Spoerli ist 67 und hat wie viele vor ihm entweder eine Schule (Neumeier, Béjart) oder eine Stiftung (Forsythe) vorzuweisen.
Spoerlis eigene Fondation vergab Gelder seit 2003 erst an seinen ehemaligen Tänzer Martin Schläpfer, dann an das südafrikanische Jikeleza Dance Project mit Straßenkindern, an die Berliner Ballerina Polina Semionova und zuletzt an seinen Solisten Arman Grigoryan. Noch bedeutender ist die 2001 von Heinz Spoerli gegründete Kaderschmiede, das Zürcher Junior-Ballett für begabte Tänzer. Dazu passt, dass es auch einen Deutschen Tanzpreis «Zukunft» gibt, den so begabte Tänzer auch schon in jüngeren Jahren erhalten: Diesmal ist es Marijn Rademaker, der in «Peer Gynt», Heinz Spoerlis 174. Erfolgsballett, die Titelrolle tanzte.
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
«Es ist den Volkssagen eigentümlich, dass ihre furchtbarsten Katastrophen gewöhnlich bei Hochzeitsfesten ausbrechen.» Der Ironiker Heinrich Heine hatte bei seinen Reflexionen über die «Elementargeister» auch «La Sylphide» im Blick. Er war Zeitzeuge von Marie Taglioni, die im Tanztheater ihres Vaters Filippo als Elfe mit Flüglein und Spitzenschuhen Triumphe feierte...
Das Rotlicht-Viertel Kalighat befindet sich mitten in der 15-Millionen-Stadt Kolkata im indischen Bundesstaat Bengalen. Es ist ein Slum, in dem etwa eintausend Frauen mit ihren Kindern zusammenleben. Man sieht die Kinder auf den Dächern. Vergnügt lassen sie Drachen steigen. Die Realität ist: Ihre Mütter liegen unterdessen in den armseligen Hütten mit einem Freier...
ist verdächtig. Sie verändert die Welt. Heute kleidet sie sich so, morgen benimmt sie sich anders. Das ist in intellektuellen Künstlerkreisen sehr verdächtig. Aber nur, weil Mode das ist, was die Kunst am liebsten selber tun wollte. Die Welt verändern. Was nicht ging, denn stets haftete der Kunst der Makel an, für Beständigkeit, für Identität und große Werte zu...
