hamburg: chaignaud/bengolea «devoted»

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Devoted, bis in die Fußspitzen! François Chaignaud und Cecilia Bengolea verschreiben sich ganz dem Spitzenschuh. Dabei traten der Bretone und die Argentinierin 2005 noch mit «Pâquerette» auf den Plan, um per Dildo das Gesäß als choreografisches Zentrum zu entblößen. Der Fingerzeig in Richtung Intimität galt als die Geburtsstunde dieser neuen Enfants terribles im zeitgenössischen Tanz. Da hätte noch niemand gedacht, dass ihnen zehn Jahre später gleich zwei staatliche Ballettkompanien ihr Prestige und ihre Identität anvertrauen würden.

Im Herbst 2014 stellte das extra­­vagante Choreografenpaar «How Slow the Wind» mit dem Opernballett von Lyon vor. Im Mai 2015 folgte der zweite Wurf, «Devoted» mit dem Ballet de Lorraine, aufgeführt im Opernsaal von Nancy, mit Blick auf den Neoklassizismus der Place Stanislas. Jetzt gastiert die Produktion beim Sommerfestival auf Kampnagel, eine weniger feudale Kulisse.

Gleich neun Ballerinen hat Nancys Ballettchef Petter Jacobsson in die Schlacht geworfen. Bengolea erklärt entwaffnend ehrlich: «Es berührt mich zu sehen, wie andere sich anstrengen.» Auch das Publikum bekommt die Anstrengung vorgeführt. Anders als in der Welt der Tutus wird in «Devoted» ...

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Tanz August-September 2015
Rubrik: kalender, Seite 42
von Thomas Hahn

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