Gregor Glocke
Für viele Tänzerinnen und Tänzer war der Beginn der Pandemie mit dem Lockdown, den Maßnahmen und Online-Trainings eine sehr ungewisse und schwere Zeit. Es gab wenig Perspektive, wie die Zukunft der Darstellenden Künste aussieht, und es war teilweise schwierig und frustrierend, das Training in den eigenen vier Wänden zu meistern. Für mich gehört der Kontakt und viel Bewegungsfreiheit zum Tanzen dazu. Als diese Voraussetzungen nicht mehr gegeben waren, fiel es nicht mehr so leicht, sich jeden Tag erneut zu motivieren.
Durch die ungewohnten Umstände hatte der Tag aber auch mehr Stunden, um sich Dingen zu widmen, für die es sonst keine Zeit gab. Während dieser Zeit habe ich viel gelesen, Yoga und Musik gemacht, was ausgesprochen therapierende Wirkung auf mich hatte. Nach ungefähr zehn Wochen konnten wir unser Training glücklicherweise dank eines Hygienekonzepts und entsprechenden Maßnahmen wieder in den Ballettsälen aufnehmen. Dafür waren wir alle sehr dankbar, es gab uns Zuversicht und ein Stück Normalität zurück.
In den Studios machte sich aber bei mir eine Verletzung wieder bemerkbar, bei der jegliche Therapien nicht mehr anschlugen. Der nächste Schritt war ein minimalinvasiver ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Jahrbuch 2021
Rubrik: Pandemie, Seite 111
von
Ich hatte 2020 neben meiner Vorbereitung für das Projekt «Opferschicht» das Vergnügen, mit Pop Master Fabel (aka Jorge Fabel Pabon von Rock Steady Crew) aus New York City eine Recherche über «Cleaning Bewegungen» im Battlerock zu machen.
Rock Dance oder Up Rock ist ein Teil der Breakdance-Battle-Kultur, die Ende der Siebzigerjahre in den US-amerikanischen...
Wir haben uns in der vergangenen Spielzeit gefragt: Was können wir jetzt tun, das wir normalerweise nicht tun könnten? Also ergriffen wir die Gelegenheit, nahmen uns Zeit, dachten nach, stellten Fragen und entwickelten Tools, die uns anspornten, außerhalb unserer angestammten Domäne zu denken. Unsere Prioritäten dabei waren Forschung und Entwicklung neuer Ideen. So...
Die Corona-Pandemie war ohne Zweifel eine Herausforderung, und wie so oft ist eine Krise auch die Chance für Weiterentwicklung und Veränderung. Neue Vermittlungsformate wie Moodle wurden eingerichtet, es kam vermehrt zu Kleingruppenarbeit, Online-Klassen via Zoom wurden zum Alltag. Sinnvolle Aufgaben zu stellen, damit Studierende nicht Stunde um Stunde vor dem...
