Gradimir Pankov über Les Grands Ballets Canadiens

Baden-Baden

Tanz - Logo

Gradimir Pankov
wenn man Montréal hört, denkt man unwillkürlich an Marie Chouinard, Ginette Laurin, Édouard Lock, Dave St. Pierre – nicht unbedingt an Les Grands Ballets Canadiens, die ebenso oft im Ausland gastieren. Woran liegt das?                                                       Weil man fälschlichlicherweise Les Grands Ballets Canadiens noch immer als ein klassisches Ensemble einschätzt, das vor allem den Publikumsgeschmack bedient, während die anderen das Zeitgenössische repräsentieren.

Das mag mal so gewesen sein, entspricht aber nicht mehr der Gegenwart. Ich habe, wie schon zuvor am Grand Théâtre de Genève, das Repertoire vollkommen geändert, ohne das Publikum zu verlieren.

Wie sieht Ihr Publikum denn aus?                                                                                Wir haben zu fünfzig Prozent jüngere und junge Zuschauer. Für das ältere Publikum, das nun mal traditionelles Ballett sehen will, laden wir pro Jahr eine Kompanie wie das Bayerische Staatsballett ein. Wir selbst haben, den unvermeidlichen «Nussknacker» ausgenommen, keine Klassikerproduktion mehr im Programm. Mit 34 Tänzern lässt sich so etwas nicht verantworten – was nicht heißt, dass wir ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Juni 2009
Rubrik: Der Kalender, Seite 34
von Hartmut Regitz

Vergriffen
Weitere Beiträge
Höfische Festkultur

ist ein Schatz, den der Filmautor und -regisseur Kaspar von Erffa in Potsdam heben will. Denn dort wimmelt es von preußischen Schlössern und Gärten. Nun soll allsommerlich Fritzens alter Glanz und Gloria wieder auferstehen. Feste, höfische Tänze, Maskenbälle, Choreografien zu Pferd, nicht alle Lustbarkeiten sind vergessen. Wenn auch zum Weltkulturerbe nur alte...

Im Tanzpalast

An Hellerau kommt keiner vorbei. «Stop» signalisiert das neue Logo, die Silhouette des Festspielhauses in ein großes H eingebettet. H wie Hellerau eben, wie Haltestelle, wie Hoffnung. Glaubt Dieter Jaenicke – und wünscht sich, dass man in zwei Jahren beim H nicht mehr an Straßenbahn, sondern unwillkürlich ans Europäische Zentrum der Künste Dresden denkt, das dort...

Die Highlights im Juni

Indien in Salzburg

Die SommerSzene Salzburg drückt nicht nur den Altersdurchschnitt beim Festivalpublikum im Alpenschatten der Luxuskunst. Legendär sorgsam kuratiert, geht sie offensiv gegen jede Art von Beschränkung an, ob sie Generationen, Kunstsparten oder Kulturen einpfercht.
2009 stehen Begegnungen mit der indischen im Vordergrund. Die wichtigsten Vertreter...