Goecke bleibt in Stuttgart
Das muss man Ballettintendant Reid Anderson lassen: Er scheut nicht das Risiko und stellt schon jetzt die Weichen für die Zukunft. Sein Coup: die Ernennung von Marco Goecke zum Haus-Choreografen des Stuttgarter Balletts.
Während andere Kompanien nach wie vor auf die Mithilfe von Gästen angewiesen sind, hat das Stuttgarter Ballett damit ab sofort gleich zwei Hoffnungsträger im Haus: Christian Spuck, der seit 2001im Amt ist und derzeit in Heidelberg seine erste Operninszenierung vorbereitet – und Marco Goecke, der gerade zusammen mit Ed Wubbe für Scapino in Holland das Diptychon «Limbo – Dichter bij Dans» erarbeitet (Premiere: 6. Oktober in der Rotterdamse Schouwburg).
Die Ernennung erfolgt in letzter Minute, denn nach seinen beiden Erfolgen in der vergangenen Spielzeit («Sweet Sweet Sweet» in Stuttgart und «Beautiful Freak» in Hamburg) sind inzwischen auch andere Ensembles im In- und Ausland auf den Mann aus Wuppertal und seine unorthodoxen, exzentrischen Körpererkundigungen aufmerksam geworden – nicht bloß unsere Kritiker
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