Glanzlicht des Jahres: Staatsballett Berlin
Ja, es läuft rund für das Staatsballett Berlin. Mit wem man auch in Berlin spricht, alle sind froh, dass es Christian Spuck (und seinem Team) gelungen ist, das tiefe Tal, in das die immerhin größte Tanzcompagnie Deutschlands geraten war, zu verlassen und von Spielzeit zu Spielzeit mehr Anerkennung zu gewinnen. Was macht der Mann richtig? Er bietet ein abwechslungsreiches Programm an, füllt es nicht nur mit seinen eigenen Choreografien wie es andere gerne machen. Er gibt nicht den Patriarchen alter Schule, vor dem alle niederknien müssen.
Er ist ansprechbar, und wenn er nach Premieren auch noch die Mitarbeiter*innen lobt, die es gar nicht gewöhnt sind, überhaupt erwähnt zu werden, dann dauert das lange, manchen zu lange. Aber die Mitstreiter*innen von den Tänzer*innen bis zur Technik fühlen sich als Teil des großen Ganzen. Sie fühlen sich gesehen. Das macht der Intendant, ohne sich anzubiedern. Man glaubt dem Mann. «Spuck bleibt im Gespräch, sucht den Dialog. Diesen Weg gestaltet und geht er mit dem Gespür eines Tänzers, der Neugier eines Choreografen und dem Weitblick eines Intendanten», heißt es in der Begründung der Jury, die ihm den «Deutschen Tanzpreis 2026» zugesprochen ...
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Tanz Jahrbuch 2026
Rubrik: The winners are..., Seite 116
von Claudia Henne
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