Brückenbau

Warum aus der unproduktiven Koexistenz von Freier Szene und Stadttheaterbetrieb eine Kollaboration werden muss

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Ich wurde gebeten, einen Text zu schreiben – ein «Plädoyer» für mehr Kooperationen zwischen freien Choreografen und Stadttheatern im deutschsprachigen Raum. Meine Karriere begann mit dem Tanzen in Compagnien, entwickelte sich weiter zur Präsentation eigener choreografischer Arbeiten an freien Theatern, und heute bewegt sich mein Schaffen zwischen freier Bühne und Auftragsarbeiten für Compagnien. Die Aussicht auf eine produktive Brücke zwischen beiden Sphären berührt den Kern dessen, was mich als Choreograf ausmacht.

Die Frage des Brückenbaus ist in der Mitte meiner Karriere immer dringlicher geworden, insbesondere angesichts der historischen und strukturellen Bedingungen für Choreografen in Berlin. Ich betrachte die deutsche Tanzszene und frage mich: Wo sind die freien Choreografen, die das letzte Jahrzehnt, vielleicht sogar zwei Jahrzehnte, unermüdlich an ihrem Handwerk, ihren professionellen Netzwerken und ihrer internationalen Anerkennung gearbeitet haben und nun erfolgreich sind? Ich habe darüber auch mit einigen Kolleginnen und Kollegen gesprochen – darunter Jefta van Dinther (freier Choreograf in Berlin), Melanie Zimmermann (Leiterin des Festivals «Real Dance» in Hannover), ...

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Tanz Jahrbuch 2026
Rubrik: Komplizen, Seite 64
von Adam Linder

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