Buenos Aires
Extrem lebendig und weithin praktiziert, dabei strukturell instabil und kaum als Arbeit anerkannt: In Buenos Aires führt der Tanz schon seit Langem ein widersprüchliches Dasein. Ohne ein nationales Tanzgesetz, das grundlegende Arbeitsrechte garantieren könnte, bleiben die Arbeitsbedingungen äußerst prekär. Und doch: Noch immer kommen wir in Studios, Kulturzentren, zweckentfremdeten Räumlichkeiten oder leerstehenden Hallen zusammen. Der Tanz bleibt – als Form kollektiven Beharrens.
Was den zeitgenössischen Tanz in Buenos Aires ausmacht? Es steht vielleicht gar nicht so sehr ein ästhetisches Konzept im Zentrum, sondern die Frage: Was bedeutetet es für die Körper, unter fragilen Bedingungen zusammenzubleiben? Choreografie wirkt hier häufig als Strategie der Organisation von gemeinsamer Wahrnehmung, Zuneigung, Erschöpfung und Präsenz. Der lange Schatten des experimentellen Tanzes – insbesondere des Tanztheaters von Pina Bausch –, der mit seinen fragmentierten Dramaturgien und Gefühlszuständen, mit Ironie und dem gesprochenen Wort die lokale Szene über Jahre hinweg geprägt hat, ist im Laufe des vergangenen Jahrzehnts allmählich dokumentarischen Formaten gewichen. Sie stehen in der ...
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Tanz Jahrbuch 2026
Rubrik: Parkett International, Seite 154
von Bárbara Hang
Sharon Eyals unverwechselbarer Stil ist ein Markenzeichen. Er zeichnet sich durch rhythmische Schritte, pulsierende Ensembles sowie eine Vorliebe für Struktur und Symmetrie in Vollendung aus: Hypnotische Klangwelten und schnörkellose Bühnenbilder unterstreichen die dramatische Dimension der Körper. In Summe entsteht daraus eine einzigartige künstlerische Welt....
tanz
Zeitschrift für Ballett, Tanz und Performance
Herausgeber Der Theaterverlag – Friedrich Berlin GmbH
Redaktion Sofie Goblirsch, Johanna Rau, Falk Schreiber,
Marc Staudacher, Dorion Weickmann (Leitung), Assistenz: Helena Bogner
Bürocenter am Lützowplatz, Karl-Heinrich-Ulrichs-Straße 24, 10785 Berlin
Tel. +49-(0)30-254495-20, Fax -24,...
Bloß nichts Neues! In Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheit wächst das Bedürfnis nach ästhetischer Ordnung und vertrauten Bildern. Die massiven Budgetkürzungen und der fehlende Abonnent*innen-Nachwuchs stellen die Institutionen unter den ökonomischen Druck, ihr Repertoire verkaufsgerecht zu sichern. Gefördert werden vor allem Produktionen, die...
