Gerald Siegmund
Am Anfang steht die Frage nach dem, was der Tanz in Deutschland am Dringendsten braucht.
Produktionsmöglichkeiten und Ausbildungsmaßnahmen für junge Choreografen? Ein Nachdenken über Tanz in unserer veränderten Mediengesellschaft? Ein neues und sachkundiges Publikum, das mit Tanz in seinen verschiedenen Ausprägungen schon von Kindesbeinen an vertraut ist? Möglichkeiten für Tänzer, erste Schritte in einer Kompanie machen zu können? Eine andere Art der Vermittlung von Tanz in der Öffentlichkeit? Eine größere Sichtbarkeit dessen, was es schon an Produktionen gibt?
Ein zentrales Kriterium, die eingereichten Projekte, die auf diese Fragen eine, keine oder gar mehrere Antworten hatten, zu beurteilen, war stets das der Nachhaltigkeit. Wird sich aufgrund des eingereichten Projekts in den Städten und Regionen etwas verändern? Bleibt von den Maßnahmen nach den fünf Förderjahren eine tragfähige Struktur zurück, die auch weiterhin Bestand hat, die sich weiterentwickeln kann? Wen erreichen die Projekte in der Stadt? Wie wirken sie in die Region hinein? Werden wirklich Strukturen z. B. für Schulprojekte gelegt, wird eine Veränderung der Lehrpläne angestrebt, oder bleibt das Engagement eher ...
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Was treibt Ballettdirektoren dazu, für ein, zwei vakante Stellen großangelegte Auditions auszuschreiben und so mit den Hoffnungen junger Tänzer zu spielen? Den Hunderten Anwärtern, die nach der ersten Runde eines Vortanzens in Theaterkantinen ihre Tränen mit einem schwarzen Kaffee herunterschlucken, ist es vermutlich kein Trost, dass «die Szene nun einmal so ist».
O...
When Tommi Kitti begins performing, he walks to the stage like a flamenco dancer – to set the mood with improvised movement. His music is obviously not flamenco, his song isn‘t cante jondo, for he is a bluesman, whose movements are engaged in a dynamic dialogue with John Lee Hooker. “White negro,“ “the only blues-dancing Samean,“ these are only two of the terms...
Bei den Finalszenen «Bongo Bongo Nageela» und «Mr. Pnut goes to the big top» reibt sich der William-Forsythe-Habitué verwundert die Augen: Hatte das Ballett Frankfurt 1988, als es Impressing the Czar aus der Taufe hob, wirklich so viele Tänzer, wie sie jetzt einheitlich in amerikanischen Schulmädchen-Uniformen und mit Pagenperücken das Königliche Ballett von...
