Abflug BER
Deutschlandweit sind die Zeichen auf Tanz gestellt, Ergebnis einer «kongenialen Zusammenarbeit aller Beteiligten», der Kulturstiftung des Bundes, der Länder und Städte. Alles jubelt über den Tanzplan Deutschland – wenn auch mitunter mit einer Miene wie auf einem Begräbnis. Warum nur?
Berlin muss, wie oft, eine Sonderstellung einnehmen. Im Gegensatz zu den anderen Auserwählten wird dem Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz Berlin ein Zuschuss aus dem Tanzplan zunächst nicht für die gesamte Laufzeit beschieden.
Mit einem Sockelbetrag von 260 000 Euro soll erstmal die Konzeptions- und Entwicklungsphase betrieben werden, bevor dann wieder evaluiert wird und bei positivem Votum auch die restliche Million fließen kann.
Nach all den Erfahrungen mit einem Senat und seinem Umgang mit zweckgebundenen Geldern und seiner Einhaltung finanzieller Zusagen erstaunt die Evaluierungswut in Sachen Zentrum Tanz Berlin. Man will in Sachen Tanz offenbar wieder glaubwürdig werden. Bereits in Vorbereitung der Bewerbung hatte sich viel getan, was jeder Kenner Berliner Kultur- und Wissenschaftspolitik bislang ins Reich der Fabeln verbannt hätte. Noch ohne Wissen um eine freundlich winkende Zuschussmillion ...
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Tanzend hat sich Mozart fünfjährig erstmals der Öffentlichkeit präsentiert, im Ballett zu einem lateinischen Ordensdrama, das auf der Bühne des Salzburger Universitätstheaters im September 1761 aufgeführt wurde. Der Tanz sollte Mozart bis in das letzte Lebensjahr begleiten, weil er seit 1787 als kaiserlicher «Hofkammerkompositeur» für die Tanzmusik der Hofbälle...
«Er ist einmalig», meint der ehemalige Ballettmeister und Direktor der John Cranko-Schule, Alex Ursuliak: «Er hat einen Sprung – wie Juri Solowjew einst. Er hat Beine wie kein anderer, beinahe weiblich schön. Er hat einen unglaublich geschmeidigen Körper, noch ganz jung in seiner Form, und ein Gesicht mit dem gewissen Etwas, so wie man es von Vaslav Nijinsky kennt:...
Was treibt Ballettdirektoren dazu, für ein, zwei vakante Stellen großangelegte Auditions auszuschreiben und so mit den Hoffnungen junger Tänzer zu spielen? Den Hunderten Anwärtern, die nach der ersten Runde eines Vortanzens in Theaterkantinen ihre Tränen mit einem schwarzen Kaffee herunterschlucken, ist es vermutlich kein Trost, dass «die Szene nun einmal so ist».
O...
