Für Kinder: Alfredo Zinola

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Seit 2014 entwickeln Sie abstrakte Tanzstücke für junges Publikum, die eine intime Atmosphäre schaffen. «Nero» etwa fand im Dunkeln statt. In Ihrer neuesten Produktion «Pelle» beschäftigen Sie sich mit dem Thema Haut. Wie entwickeln Sie Ihre Themen?
Das ist ganz unterschiedlich. Manche Produktionen entstehen aus einer Frustration heraus. «Bomba Mix» etwa spiegelt, wie Kindheit in der Werbung dargestellt wird. Die Idee zu «Pelle» entstand, als ich merkte, wie sehr sich Kinder während der Aufführungen für die Körper der Performer interessieren.

Sie versuchen, ihre Erlebnisse zu kommentieren und mit den Tänzern in Kontakt zu treten. Aber im Kontext der Aufführung ist das nicht möglich. Das gab mir den Anstoß, mich anders mit der Neugier, die nackte Körper auslösen können, zu beschäftigen. Überhaupt ist die konkrete Auseinandersetzung mit dem Körper im Kindertheater weitgehend tabuisiert. 

Die Grenzen zwischen Publikum und Performern sollen in «Pelle» überwunden, eine sinnliche Erfahrung angeregt werden. Wie kann sich das Publikum eingeladen fühlen, zu partizipieren?
Die Beschäftigung mit sensiblen Themen setzt ein Ambiente voraus, das von Vertrauen geprägt ist. Nur so kann ein Dialog ...

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Tanz Februar 2019
Rubrik: Praxis, Seite 72
von Christine Matschke

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