Felix Ruckert
Felix Ruckert planschte zuletzt in «Watermusic» (Foto: Stefan Malzkorn) mit Matthieu Burner sehr musikalisch in diversen Waschbecken, Hahn auf, Hahn zu, bis das Berliner Theater Dock 11 unter Wasser stand. Damit das auch in Zukunft geht, ölt er eigenhändig und gewissenhaft die 500 qm Holzboden seines ersten eigenen Tanzorts, schwelle sieben, das er am 24. März mit «Schwellenerfahrungen» eröffnet.
Ruckert, bekannt für seine Power Contact Improvisations, berühmt für seine Grenzüberschreitungen in Richtung Sadomasochismus (sein «Messias», 2005, mit gepeitschten und geklammerten Opfern tourte rund um die Welt), hat nun die Nase voll. Gerade wurde ihm wegen des nomadischen Erfolgs die Berliner Basisförderung gestrichen; für die Hamburger wird er nicht mehr jährlich Kampnagel bespielen. Und sein Signaturstück, «Secret Service», das 50-mal europaweit dem Publikum die Augen verband und es selber tanzen ließ, wird den April lang im Berliner Wedding, Uferstr. 6, Endstation haben. schwelle sieben soll bloß kein Theater werden: «Ich mag nicht diesen erzwungenen und manipulierten Blick, sondern unmittelbare kinästhetische Erfahrung», die bei ihm bekanntlich «hautnah» erfolgt. So hieß sein ...
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