Facetten

2024 mit dem «Faust»-Theaterpreis geehrt, beendete Zarina Stahnke bald darauf ihre Tanzkarriere beim Dresdner Semperoper Ballett. Welche Erfahrungen sie seitdem als Freelancerin macht, verriet sie Johanna Rau

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Wir treffen uns im Café des C/O Berlin, Ausstellungshaus für Fotografie. Schon zur Begrüßung strahlt Zarina Stahnke: «Das passt super, ich liebe Fotografie!» Und sofort sind wir mittendrin, erkunden die vielen Facetten der Tänzerin. Seit Juli 2025 hat sie Gelegenheit, diese aufzufächern. Gemessen an der Energie, die Stahnke beim Treffen versprüht, scheint sie in diesem Prozess aufzublühen.

Simplifizierte Körperformen
Geboren und aufgewachsen ist Stahnke in Virginia, USA, ihre Ausbildung erhielt sie an der School of American Ballet (SAB) in New York, jener Akademie, die besonders durch George Balanchine (und dessen Körperbild) geprägt ist. Eigentlich träumte Stahnke davon, nach der Ausbildung beim New York City Ballet zu tanzen, doch es verschlug sie nach Deutschland – eine Karriereoption, um die sie einige amerikanische Kolleg*innen beneiden, wegen des vielfältigen Repertoires hierzulande. Die Schulzeit war nicht immer einfach, erzählt Stahnke, sie spricht offen über eine Essstörung. Als therapeutisches Mittel erwies sich das Malen und Zeichnen. Ihre Spezialität: Körpergefühl durch simplifizierte Körperformen zu vermitteln. «Durch jahrelange Übung sowohl im Tanz als auch in der ...

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Tanz Juni 2026
Rubrik: Menschen, Seite 30
von Johanna Rau

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