Facetten
Wir treffen uns im Café des C/O Berlin, Ausstellungshaus für Fotografie. Schon zur Begrüßung strahlt Zarina Stahnke: «Das passt super, ich liebe Fotografie!» Und sofort sind wir mittendrin, erkunden die vielen Facetten der Tänzerin. Seit Juli 2025 hat sie Gelegenheit, diese aufzufächern. Gemessen an der Energie, die Stahnke beim Treffen versprüht, scheint sie in diesem Prozess aufzublühen.
Simplifizierte Körperformen
Geboren und aufgewachsen ist Stahnke in Virginia, USA, ihre Ausbildung erhielt sie an der School of American Ballet (SAB) in New York, jener Akademie, die besonders durch George Balanchine (und dessen Körperbild) geprägt ist. Eigentlich träumte Stahnke davon, nach der Ausbildung beim New York City Ballet zu tanzen, doch es verschlug sie nach Deutschland – eine Karriereoption, um die sie einige amerikanische Kolleg*innen beneiden, wegen des vielfältigen Repertoires hierzulande. Die Schulzeit war nicht immer einfach, erzählt Stahnke, sie spricht offen über eine Essstörung. Als therapeutisches Mittel erwies sich das Malen und Zeichnen. Ihre Spezialität: Körpergefühl durch simplifizierte Körperformen zu vermitteln. «Durch jahrelange Übung sowohl im Tanz als auch in der ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Juni 2026
Rubrik: Menschen, Seite 30
von Johanna Rau
22. April, 11:05 Uhr, Sprachnachricht von Benze C. Werner: «Hallo, what the fuck – heute Nacht aufgewacht und mich gefragt, was ich da gestern im Interview gesagt habe: Was an meinen Stücken queer ist? ‹Nothing is queer!› Ähm. Ich revidiere ein paar meiner Aussagen. Ok, just my morning thoughts.»
Am Vortag, auf einer Parkbank in Köln – Frage: «Denkst du, Leute, die...
Monica Gillette, Gwen Hsin-Yi Chang, welche Idee steckt hinter der «Tanztriennale»?
Monica Gillette: Wir machen uns Gedanken darüber, wie wir so viele Menschen wie möglich zusammenbringen können, unterschiedliche Teile des Tanzfeldes und das allgemeine Publikum. Außerdem geht es darum, das Bewusstsein für und die Lust am Tanz zu stärken sowie die Diversität.
Gwen...
Ihr Beruf?
Stellvertreterin des Ballettdirektors und Hauschoreografin beim Badischen Staatsballett Karlsruhe.
Ihr Temperament?
Ich bin eine sehr detailorientierte Denkerin, wenn ich kreiere. Ich kann mich stundenlang mit sehr komplexen Details beschäftigen, besonders wenn es um die Darstellung von Figuren und die Handlung geht.
Was ist das Schönste, das Sie je über...
