Endstation Sehnsucht?

Vierundzwanzig Lieder für dreizehn Tänzerinnen und Tänzer: Mehr braucht es nicht. Angelin Preljocaj choreografiert Schuberts «Winterreise».

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Der Vorschlag geht auf Alexander Pereira zurück. Seit der Österreicher der Mailänder Scala als Intendant vorsteht, setzt die Ballettkompanie des Opernhauses auf die Produktion eines «Kammermusik-Balletts» pro Saison. Den Mailänder Tänzerinnen und Tänzern bietet dies die seltene Gelegenheit, mit jeweils einem renommierten Künstler ein Projekt zu erarbeiten, das passgenau auf sie zugeschnitten ist. In diesem Jahr hat man den Choreografen Angelin Preljocaj dafür gewinnen können.

Er hat die Uraufführung seiner «Winterreise» im Frühjahr an der Scala herausgebracht, bevor er das Stück nun auch mit seinem eigenen Ballet Preljocaj einstudiert und auf Tournee  schickt. Die «Winterreise» war nicht Preljocajs Debüt an der Scala, vielmehr gab es dort auch schon «Le Parc» und «Annonciation», und die angegliederte Ballettschule durfte «La Stravaganza» und «Un trait d’union» aufführen.

Saison-Highlight

Mit der Aufführung der «Winterreise» nach Franz Schuberts gleichnamigem Liederzyklus lieferte Preljocaj an der Scala ein Highlight der gesamten italienischen Tanz-Saison. Schuberts Werk, in der einen oder anderen kompositorischen Variante unlängst auch in Zürich (tanz 11/18), Münster, Wiesbaden ...

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Tanz Juli 2019
Rubrik: Produktionen, Seite 16
von Silvia Poletti

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