düsseldorf: Laila Soliman, Ruud Gielens: «Lessons in Revolting»

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Was passiert mit uns? Was machen wir jetzt? Die Fragen kehren immer wieder in ihren «Lessons in Revolting», die Laila Soliman, Ruud Gielens und ihr Team in Kairo uraufgeführt und kurz danach beim Festival «Theaterspektakel» in Zürich präsentiert haben. So fragten sich die Leute täglich auch während der Revolution: Wo sie hingehen würden, vor was sie fliehen müssten. Fraglich ist die gesamte Situation noch jetzt, nachdem Mubarak nicht mehr Präsident ist, aber sein Regime noch lebt.

Die «Lessons in Revolting» sind keine Lektionen geworden, sondern Augenblicke aus Tagen und Wochen, gesammelt und zueinandergefügt. Video, Musik, Texte und viel Bewegung. Keine fertige Behauptung. Das rohe Äußere irritiert durchaus. Doch spürt man darin die Verletzlichkeit: der Akteure, die sich selbst als Aktivisten bezeichnen. Die Brüchigkeit der politischen Situation und diejenige der Kunst, die etwas versucht.

Die ägyptische Regisseurin Laila Soliman, Jahrgang 1981, hatte gemeinsam mit ihrem Kollegen Gielens und anderen Künstlerfreunden beim Demonstrieren auf dem Tahrir-Platz beschlossen, ein Stück zu machen. Mit Karima Mansour, der Choreografin, Aida El Kashef, der Filmemacherin, der Sängerin Maryam, ...

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Tanz Oktober 2011
Rubrik: kalender und kritik, Seite 34
von Melanie Suchy

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