Die Hoffnungsträger

Kat Válastur

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Ihre Stücke entfalten einen hypnotischen Sog. Dabei sind es dunkle, geheimnisvolle Welten, die diese Choreografin entwirft. Gedankliche Tiefe und konzeptuelle Strenge gehen immer einher mit einer hinreißenden Sinnlichkeit. Bei ihren bildstarken Arbeiten fällt die Affinität zur Bildenden Kunst sofort ins Auge. Wie sie die Körper im Raum arrangiert, hat skulpturale Raffinesse. Bei aller Reduktion der Bewegung verraten ihre Choreografien eine hohe Sensibilität.



Einen Namen hat sich die gebürtige Griechin mit dem choreografischen Zyklus «Oh! Deep Sea – Corpus I – IV» (2009 – 2012) gemacht, inspiriert von Homers «Odyssee». Sie nähert sich dem berühmten Epos nicht narrativ, sondern interpretiert die Odyssee abstrakt als Irrfahrt eines Körpers durch Raum und Zeit.

2014 beginnt Kat Válastur mit der Trilogie «The marginal Sculptures of NEWtopia» ein Nachdenken über Gesellschaft. In ihrem Solo «Gland» schieben sich realer und virtueller Raum ineinander – und Válastur mutet bisweilen an wie eine Superheldin mit übernatürlichen Kräften. Das faszinierende Gruppenstück «Ah! Oh! A contemporary Ritual» handelt von der Sehnsucht nach neuen Ritualen. Válastur greift zurück auf die archaische Figur des ...

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Tanz Jahrbuch 2016
Rubrik: Die Saison 2015/16, Seite 174
von Sandra Luzina

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