«Der Feuervogel»
«Schmuck und Kaugummi müssen draußen bleiben!» Auf dem Boden der Berliner Arena ist ein großes Geviert markiert. Wer den Tanzteppich betritt, muss sich den Bedingungen aller Beteiligten unterwerfen. Keine Schuhe! Auch nicht Socken! Volker Eisenach, Co-Choreograf beim 22. Projekt von Zukunft@BPhil, bleibt hart. Nur wer barfuß agiert, kann am Warm-up teilnehmen.
Vor allem: «Nicht den Kaugummi runterschlucken! Spuckt ihn in einen der Mülleimer, die wir aufgestellt haben!»
Über 200 Kinder, Jugendliche und Senioren haben sich an diesem Nachmittag in der riesigen Halle in Treptow versammelt. Fünf Wochen lang haben die einzelnen Gruppen für sich in den verschiedenen Stadtteilen geprobt. Heute treffen sie zum ersten Mal aufeinander. Da gilt es gewisse Regeln zu beachten. Erst die Erwachsenen. Sie sollen am Rand Stellung beziehen. Dann die Kleinen. Kichernd betreten die Kids aus der Bruno-Bettelheim-Grundschule aus Berlin-Marzahn das abgeteilte Areal. «Sucht euch einen Platz neben jemandem, den ihr nicht so gut kennt!», übersetzt der Leiter der Faster-Than-Light-Dance-Company eine Direktive seiner Chefin. Susannah Broughton steht auf einem kleinen Podest und lenkt mit lauter Stimme die ...
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Tanz Juni 2005
Rubrik: Social Dance, Seite 32
von Hartmut Regitz, Ramona Bothe-Christl, Michaela Schlagenwerth
The Dance Museum in Stockholm is hosting Navigation, seven sensory installations by the choreographer and researcher Åsa Unander-Scharin. The process leading up to “Navigation” started in 1993 when Unander-Scharin got to know about Motographicon, a programming system created by Peter Rajka and Manus Lundin at Royal Institute of Technology in Stockholm. Since she...
Hip und Hop im Jahr des Herrn. Vierzehn Jungs aus ganz Brasilien, und keiner will mit ihnen Fußball spielen. Warum bloß nicht? Vierzehn Mann, davon drei auf der Ersatzbank. Ihr Trainer heißt Bruno Beltrão, ein Choreograf. Sie sind antriebsstark, verspielt, dribbeln durch jede Grätsche. Verschaffen sich Platz, entkommen jeder Manndeckung, sind sprungstark wie...
Akt als Objekt, Mensch als Skulptur – das ist, woran Xtine Petit modelliert. Die Intimität, so hofft die in Berlin lebende Französin, wird umso stärker, je kühler sich das Resultat zeigt. Strikt schwarz-weiß. Eine unmittelbare Identifikation ist nicht möglich. Der Körper ist ein Körper. Nur seine Form tanzt. Nicht die Person. In Cherbourg und Rouen ausgebildet, hat...
