Mode05 – Oder wie träumt man seine Zweifel?
«Um zur Wahrheit zu gelangen, muss man sich einmal im Leben entschließen, alles zu bezweifeln – so weit dies möglich ist».
Beim Aufbruch durchs Dickicht der blogs und Wikis von www.mode05.org drängen sich diese Worte von René Descartes in den Sinn. Kein Wunder. Stellt doch das kollektiv gewachsene, noch wachsende Textmaterial des «meeting on dance eduction 2005» im Internet so ziemlich alles infrage, was die Praxis, Theorie, Politik und Ethik des Tanzens, Lernens, Forschens, Choreografierens, Performens und Schulemachens umfasst.
Dreißig Künstler und Theoretiker aus Belgien, Deutschland, England, Frankreich, den Niederlanden, Österreich, Russland und den USA ließen eine Woche lang im Potsdamer think tank ihre Köpfe rauchen, um Konzepte, Ideen, Utopien zu entwickeln für ein potenzielles Ausbildungsmodell in zeitgenössischem Tanz und Choreografie. Begleitet von einem Supervisor und einem Computer rang jeder, jede um Worte, Begriffe, Erklärungen, Poesie, Einsichten. Nicht, um sich in Ego-Statements abzugrenzen, sondern um gemeinsames Wissen zu bündeln.
Dem Zaungast am Bildschirm hilft’s, in die Anfänge des Projekts zu tauchen: Hausherrin und Initiatorin von mode05 ist die fabrik ...
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