Dancewalker
Das Ende der Welt ist gar nicht so weit weg. Doch um dahin zu kommen, müssen wir die Wege des Genfer ÖVs ergründen. Foofwa d’Imobilité sollte das theoretisch leichtfallen. Er ist hier aufgewachsen. Praktisch aber bewegt er sich, seit er aus New York zurückgekehrt ist, mit dem Fahrrad durch seine Heimatstadt. «Das ist das Schöne an einer so kleinen Stadt: Man kommt überall schnell hin», sagt er, als wir schließlich im richtigen Bus in die richtige Richtung zum Bout-du-Monde an der Arve sitzen, wo Foofwa d’Imobilité für seine Dancewalks trainiert.
Genf hat etwas über 200 000 Einwohnerinnen und Einwohner, gegen die Hälfte davon ohne Schweizer Bürgerrecht. Die Stadt mit UNO-Sitz ist nach Zürich die zweitgrößte Stadt der Schweiz, gleichzeitig die internationalste – und sie gilt in der Schweiz als Großstadt. Und als Dorf für Leute, die längere Zeit in einer der großen Metropolen der Welt gelebt und gearbeitet haben.
Wir treffen uns erst in Foofwa d’Imobilités Studio an der Rue de la Coulouvrenière nahe der Rhone. Im selben Haus sind auch die Studios von Gilles Jobin und La Ribot untergebracht. Foofwa d’Imobilité arbeitet mit seiner Kompanie Neopost Foofwa in Studio Consuelo. «Das ist ...
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Tanz Jahrbuch 2021
Rubrik: Unterwegs, Seite 14
von
Die letzten eineinhalb Jahre waren definitiv eine Achterbahnfahrt. Ich erinnere mich noch gut an die Zeit Mitte März 2020, als wir mit Proben und Vorstellungen von «Schwanensee» voll beschäftigt waren und bereits in ganz Europa eine Bühne nach der anderen ihre Türen coronabedingt schließen musste.Wir waren definitiv eine der letzten Kompanien, die in den totalen...
Die Pandemie hat das extreme Tempo aus der Zeit davor herausgenommen. Das Deutsche Tanzfilminstitut hat als gleichermaßen tanzfilmproduzierende und archivierende Gedächtnisorganisation endlich einmal Zeit für die Inventur seiner Bestände und entdeckt vieles neu. Mit Dankbarkeit und Freude erfüllt uns, dass wir – wie die meisten Theater, Museen und Bibliotheken –...
Obwohl erzwungen, hat das Homeschooling die Bindung zu meinen Kindern gestärkt. Und als ich trotz zwangsweiser Abschottung in ein Tanzstudio zurückkehren konnte (ganz allein!), hat es sich angefühlt, als würde ich eine faszinierende einsame Insel entdecken. Ich habe die vielen Künstler bewundert, die den Lockdown nutzten, um in ihren Küchen, Fluren, über das...
