Bausch, Acogny, Airaudo «Das Frühlingsopfer / Common Ground[s]»
Sieben hochkarätige Ko-Produzenten haben das Gastspiel «Das Frühlingsopfer / common ground(s)» gestemmt, das Pina Bauschs choreografisches Vermächtnis aus dem Senegal nach Europa zurückholt: mit 38 schwarzen Tänzerinnen und Tänzern unterschiedlichster Prägung, die in drei Auditions in Burkina Faso, Elfenbeinküste und Senegal ausgewählt und von einem achtköpfigen Team um Josephine Ann Endicott in intensiven Probenzeiten auf den signaturhaften «Sacre» der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eingeschworen worden sind.
An der Spitze dieses durch Corona mehr als ein Jahr unterbrochenen, in Dakar letztlich nicht gezeigten Unterfangens stehen Salomon Bausch von der Bausch Foundation, Germaine Acogny und Helmut Vogt mit ihrer École des Sables in einem senegalesischen Fischerdorf und der mächtige Alistair Spalding von Londons Sadler’s Wells.
Wenn sechstausend Liter Torf auf die Bühne geschüttet werden, um Pina Bauschs legendärer Inszenierung von 1975 den originalen Boden zu bereiten, hat das eindrucksvolle Ensemble bereits Aufführungen u. a. in Madrid und die Erstaufführung im deutschsprachigen Raum im Festspielhaus St. Pölten absolviert. Dort krönt Brigitte Fürle ihre letzte Saison als ...
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Tanz 6 2022
Rubrik: Kalender, Seite 39
von Andrea Amort
Roman Novitzkys Fotos betrachtet man wie Gemälde: irritiert und fasziniert. Zum Beispiel das Covermotiv von tanz im Oktober 2016: Wie aus einem Magritte-Bild scheint Marco Goecke mit seinem schwarzen Regenschirm zu kommen. Oder: Schwerelos fliegt ein Tänzer über kahlen Beton. Wenn Novitzky Kollegen porträtiert, dann fängt seine fotografische Inszenierungskunst...
Sie sind als kuratierende Tanzdirektoren an den Staatstheatern in Mainz und Kassel tätig. Was, Honne Dohrmann und Thorsten Teubl, ist der Charme dieses Modells?
Honne Dohrmann: Es ermöglicht, verschiedene choreografische Handschriften vorzustellen – und zwar sowohl fürs Publikum als auch für die Tänzer*innen. Ich sehe darin einen ganzheitlichen Ansatz, auch was...
Newcomer
MARC OOSTERHOFF Wenn Marc Oosterhoff über die Bühne geht, ist der Absturz immer ganz nah. Mal kippt ihm der Boden unter den Füßen weg, mal fällt ein Messer von der Decke, mal ein Sandsack, mal ein Gewicht. Was immer die Zuschauenden befürchten – es trifft ein. Und trifft ihn nicht. Dann geht ein Aufatmen durch die Reihen, das kathartisch zu nennen etwas...
