Bausch, Acogny, Airaudo «Das Frühlingsopfer / Common Ground[s]»
Sieben hochkarätige Ko-Produzenten haben das Gastspiel «Das Frühlingsopfer / common ground(s)» gestemmt, das Pina Bauschs choreografisches Vermächtnis aus dem Senegal nach Europa zurückholt: mit 38 schwarzen Tänzerinnen und Tänzern unterschiedlichster Prägung, die in drei Auditions in Burkina Faso, Elfenbeinküste und Senegal ausgewählt und von einem achtköpfigen Team um Josephine Ann Endicott in intensiven Probenzeiten auf den signaturhaften «Sacre» der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eingeschworen worden sind.
An der Spitze dieses durch Corona mehr als ein Jahr unterbrochenen, in Dakar letztlich nicht gezeigten Unterfangens stehen Salomon Bausch von der Bausch Foundation, Germaine Acogny und Helmut Vogt mit ihrer École des Sables in einem senegalesischen Fischerdorf und der mächtige Alistair Spalding von Londons Sadler’s Wells.
Wenn sechstausend Liter Torf auf die Bühne geschüttet werden, um Pina Bauschs legendärer Inszenierung von 1975 den originalen Boden zu bereiten, hat das eindrucksvolle Ensemble bereits Aufführungen u. a. in Madrid und die Erstaufführung im deutschsprachigen Raum im Festspielhaus St. Pölten absolviert. Dort krönt Brigitte Fürle ihre letzte Saison als ...
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Tanz 6 2022
Rubrik: Kalender, Seite 39
von Andrea Amort
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