Bausch, Acogny, Airaudo «Das Frühlingsopfer / Common Ground[s]»

Ludwigsburg

Sieben hochkarätige Ko-Produzenten haben das Gastspiel «Das Frühlingsopfer / common ground(s)» gestemmt, das Pina Bauschs choreografisches Vermächtnis aus dem Senegal nach Europa zurückholt: mit 38 schwarzen Tänzerinnen und Tänzern unterschiedlichster Prägung, die in drei Auditions in Burkina Faso, Elfenbeinküste und Senegal ausgewählt und von einem achtköpfigen Team um Josephine Ann Endicott in intensiven Probenzeiten auf den signaturhaften «Sacre» der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eingeschworen worden sind.

An der Spitze dieses durch Corona mehr als ein Jahr unterbrochenen, in Dakar letztlich nicht gezeigten Unterfangens stehen Salomon Bausch von der Bausch Foundation, Germaine Acogny und Helmut Vogt mit ihrer École des Sables in einem senegalesischen Fischerdorf und der mächtige Alistair Spalding von Londons Sadler’s Wells.

Wenn sechstausend Liter Torf auf die Bühne geschüttet werden, um Pina Bauschs legendärer Inszenierung von 1975 den originalen Boden zu bereiten, hat das eindrucksvolle Ensemble bereits Aufführungen u. a. in Madrid und die Erstaufführung im deutschsprachigen Raum im Festspielhaus St. Pölten absolviert. Dort krönt Brigitte Fürle ihre letzte Saison als ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz 6 2022
Rubrik: Kalender, Seite 39
von Andrea Amort

Weitere Beiträge
Ornament oder Drama

1999 hatte die erste große Rekonstruktion eines alten Klassikers Premiere, Sergei Vikharevs «Dornröschen» am Mariinsky-Theater. Historiker, Kritiker und Ballettmeister reisten nach Sankt Petersburg oder zu den wenigen Gastspielen der vierstündigen, personalaufwendigen Großproduktion, bewunderten zum ersten Mal die knielangen, üppigen Tutus, staunten über eine...

screening 6/22

KUNSTKAMER
Ein «wunderschönes Monster» – so beschreibt Paul Lightfoot «Kunstkamer», das 2019 im Rahmen des 60-jährigen Jubiläums des NDT uraufgeführt wurde (tanz 6/20). Als Inspiration diente das «Naturalienkabinett», ein Arten-Sammelsurium des Apothekers Albertus Seba aus dem 18. Jahrhundert. Paul Lightfoot, Sol León, Crystal Pite und Marco Goecke übertragen diese...

Andris Plucis «Licht! – eine tänzerische Sehreise»

Andris Plucis ist viel herumgekommen in seinem Leben. 1959 in Zürich als Sohn lettischer Eltern geboren, erhielt er seine Ausbildung in Wien und London, bevor er in Bonn eine Tänzerkarriere startete, die ihn später zu Egon Madsen und William Forsythe ans Frankfurter Ballett führte. Zeitweise in Gießen, Würzburg, Darmstadt, Coburg und Ulm als verantwortlicher...