CD, DVD, Buch 3/19

CD des Monats: Tangos Cubanos

Am ehesten entspricht noch Track Nummer 7 gewohnten Tango-Vorstellungen. Wer den Titel der CD nicht kennt, könnte die «Tangos Cubanos» leicht für «Albumblätter» halten, für «Lieder ohne Worte», für die sich im schmalen Booklet denn auch treffsichere Texte finden. Billy Cowie hat sie geschrieben, ein schottischer Komponist, der nicht nur nebenbei choreografiert, sondern Tanz ganz offensichtlich als unverzichtbaren Teil eines Gesamtkunstwerks der dritten Art begreift.

Nicht zufällig finden sich in seinem Werkkatalog auch 3D-Installationen.

Die interkulturellen Tangos hat Cowie übrigens Silke Mansholt gewidmet, der das optische Ambiente dieser Auftragsarbeit einst zu danken war. Wie das 2015 bei Danza Contemporánea de Cuba ausgesehen hat, lässt sich auf YouTube nachvollziehen. Unabhängig davon entfalten die balladesken Klangbeispiele indes auch beim bloßen Hören ihre Besonderheit. Egal, ob Billy Cowie himself am Klavier eine «Sad Story» im Tango-Rhythmus erzählt, ob Bartosz Glowacki zwischendurch am Akkordeon Erinnerungen an Astor Piazzolla weckt, Tadasuke Iijima in «Valentine» in den höchsten Geigentönen schwelgt oder Wei-Tsen Lin in die Cello-Saiten ...

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Tanz März 2019
Rubrik: Medien, Seite 58
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