CD, DVD, Buch 10/20
Doppelverlust: Marvin Hoshino – Ballet review
Am 23. Juni ist Marvin Hoshino gestorben, 73-jährig, «of natural causes», wie es in der Mitteilung der Dance Research Foundation nicht grundlos heißt. Die Stiftung beklagt nicht nur den Verlust eines weltweit geschätzten Fotografie-Professors und Buchdesigners. Sein Tod bedeutet auch zugleich das Ende der Zeitschrift «Ballet Review», die er zuletzt auch als Redakteur gestaltet hat.
Ursprünglich ein ganz gewöhnlicher Abonnent des Non-Profit-Magazins, hatte Hoshino 40 Jahre zuvor den damaligen Redakteur Francis Mason mit seiner Kritik am Erscheinungsbild der Zeitschrift offenbar so beeindruckt, dass dieser ihn spontan unter Vertrag nahm: eine gute Entscheidung, wie sich nicht zuletzt an Nummer 48.1-2 ablesen lässt. 195 Seiten stark, finden sich in ihr zahlreiche Fotos, abwechslungsreich gestaltet im handlichen Schulheftformat – darunter eine groteske Selfie-Serie von Jerome Robbins, 1950 aufgenommen in seinem Park-Avenue-Appartement.
«Ballet Review» war immer eine Fundgrube, bis zur letzten Ausgabe. Ein Beitrag ist Queen Victoria gewidmet, die in jungen Jahren berühmte Ballerinen ihrer Zeit konterfeite: Aquarelle von jungfräulichem ...
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Tanz Oktober 2020
Rubrik: Medien, Seite 54
von
Ein schwedisches Ballett in Paris, wie kam es dazu? Der russische Impresario Sergei Diaghilew hatte 1909 für Aufruhr gesorgt, als er der französischen Hauptstadt eine russische Tanzkompanie mit genuin russischem Repertoire vorstellte. Seine «Saison russe» mit Opern- und Ballettvorstellungen im Théâtre du Châtelet sollte nicht nur die Geschichte des Balletts...
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Agnès Noltenius, Sie haben in Paris studiert und auch Ihre Ausbildung zur Tanzpädagogin in Frankreich absolviert – sehen Sie einen Konflikt mit dem Unterricht in Mannheim, der auf der Waganowa-Methode basiert? Waganowa-orientiert stimmt, aber wir sind flexibel. Es ist mir wichtig, auch andere Methoden einzubringen, damit die Studenten in den Stilen beweglich sind....
