Agnès Noltenius: Neue Leiterin der Mannheimer Akademie des Tanzes

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Agnès Noltenius, Sie haben in Paris studiert und auch Ihre Ausbildung zur Tanzpädagogin in Frankreich absolviert – sehen Sie einen Konflikt mit dem Unterricht in Mannheim, der auf der Waganowa-Methode basiert? Waganowa-orientiert stimmt, aber wir sind flexibel. Es ist mir wichtig, auch andere Methoden einzubringen, damit die Studenten in den Stilen beweglich sind. Man ist als Student ganz schnell von einer Technik bei der anderen und kann später als Tänzer wirklich Profit daraus ziehen.

Wie fließt Ihre Vergangenheit in William Forsythes Frankfurter Ballett in den Unterricht ein, Ihre Kenntnis seiner Improvisation Technologies, seiner Werke? Kann man das in einen pädagogischen Ansatz übertragen? Als ich Forsythe-Stücke im Ausland einstudiert habe, habe ich mit Profitänzern die Erfahrung gemacht: Man erreicht bestimmte Dinge nur, wenn man positiv ist. Dann ist alles möglich. Man lernt Pirouetten in einem Forsythe-Stück nicht wie in «Le Corsaire», man denkt nicht: Das ist schwer, das schaffe ich nicht. Sondern: Ich kann das. Man sieht sie als Motion, in der Bewegung, nicht als einen technisch schweren Schritt. Risiko ist für mich wichtig, als mentaler Ansatz – wenn man sieht, ein ...

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Tanz Oktober 2020
Rubrik: Praxis, Seite 64
von Angela Reinhardt

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