Carolyn Carlson, Tero Saarinen: «Blue Lady (Revisited)»
Carolyn Carlsons Soli verdienen regelmäßig Standing Ovations für die Pariser Solo-Königin. Dutzende Stücke schuf sie für sich und gut zwanzig Soli für andere Tanzkünstler. «Man muss sich mit sich selber konfrontieren», sagt sie, «darum Soli». Ein solcher Abend kommt nun auch auf das finnische Kuopio zu, für das exakt vierzig Jahre alte Festival von Jorma Uotinen. Dazu holte sie Tero Saarinen, für ihn schuf sie zuletzt ihr berühmtes «Blue Lady» – als das fünfte Solo für den finnischen Ausnahmetänzer.
1999, als Carlson noch Leiterin der Tanzbiennale in Venedig war, bat sie 23 Choreografinnen zu ihrem «Solo Donna»-Ereignis, auf das 2002 ein «Solo Uomo»-Event folgte, mit Soli von Tero Saarinen, Jorma Uotinen und dem Briten Nigel Charnock, damals künstlerischer Leiter der Helsinki Dance Company. Für Carlson sind alle Finnen offenbar Solisten. Ihre Soli beschreibt Carlson gern als die «Jahreszeiten einer Frau», in der sie Erinnerungen und Gedanken, Erfahrungen und Gefühle mit ihreem Körper erzählt. Bunte Kostüme entsprechen ihren jeweiligen Zuständen. Gedichte schreibt sie auch wie, «If I were a tree».
Carlsons Spezialität ist: viele dieser für selbst geschaffnen Soli später von einem ...
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