Die Highlights im Juni
Indien in Salzburg
Die SommerSzene Salzburg drückt nicht nur den Altersdurchschnitt beim Festivalpublikum im Alpenschatten der Luxuskunst. Legendär sorgsam kuratiert, geht sie offensiv gegen jede Art von Beschränkung an, ob sie Generationen, Kunstsparten oder Kulturen einpfercht.
2009 stehen Begegnungen mit der indischen im Vordergrund. Die wichtigsten Vertreter der klassischen Hindustani und Karnatischen Musik bieten für Tanzfans nur den opulenten Rahmen für die Uraufführung des neuesten Stücks der Königin der indischen Tanzgegenwart: Padmini Chettur (30. Juli, 1.
Juli im republic). In ihrer Heimat gilt sie als Revolutionärin, weil sie den traditionellen Kanon des Bharata Natyam – den sie beherrscht – weiterentwickelt und damit einen zeitgenössischen indischen Tanz überhaupt geschaffen hat. Der ist puristisch, dicht, schnörkellos und hypnotisch. Nicht mit Mitteln der exotischen Weiblichkeit, sondern mit glasklar überzeugendem Ausdruck. SommerSzene Salzburg, 25. Juni-18. Juli, sommerszene.net
Vera Mantero
Die Galionsfigur der portugiesischen zeitgenössischen Tanzszene (mit klassischem Balletthintergrund und zunehmend starker Hinwendung zum Gesang), arbeitet derzeit bei PACT ...
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In den wohlhabenden Vororten von Johannesburg fährt man gern den silbergrauen Hyundai SUV. Auf der anderen Seite der Stadt, in den Townships, bevorzugt man weiße Minibusse. Der Choreograf Sello Pesa fährt einen schwarzen VW-Käfer. Ein ungewöhnliches Auto für eine südafrikanische Großstadt. Doch der kleine Käfer führt auch ein ungewöhnliches Leben. Abends parkt er...
Was nicht zu beweisen ist. Denn es stimmt. Ebenso, dass in acht Jahren aus dem Tanzquartier Wien, tqw genannt, das Modell eines Anti-Theaters entstand, von dem sich stimmig sagen lässt: «Tanz ist denkbarer als schön». Schuld daran ist Sigrid Gareis, die sich vom 24. bis zum 26. Juni mit Schlachtplatte, einem Buch und einer heftigen Party ins Leben einer Solistin...
Was immer man einen Künstler fragt: der Grat zwischen produktiver Neugier und Indiskretion ist ein schmaler. Breiter wird er, wenn man wie bei einem Balanchine oder Forsythe sich auf Fragen nach Form und Struktur verlassen kann und darüber die persönlichen Imponderabilien gern vernachlässigt. Sie sind ja ohnehin nur spannend, wenn sie gehörig sublimiert werden....
