Carlos Acosta

Tanz - Logo

Von zwei Auftritten in München und Stuttgart abgesehen, kennt ihn in Deutschland kein Mensch. Das könnte sich bald ändern. Acosta, als einziger Tänzer bei Decca unter Vertrag, möchte mit seiner Show «Tocororo» gastieren, auch Auftritte à la «Don Quixote» schließt er nicht aus. Womöglich kommt er sogar ins Kino. Ein Spielfilm, basierend auf seiner Autobiografie, ist in Vorbereitung. Im Kino, schenkt man dem Buch Glauben, hat auch alles angefangen.

Dort sah der Vater, ein LKW-Fahrer aus einem Vorort von Havanna, zum ersten Mal ein Ballett – seine «Seele hat zum allerersten Mal Flügel bekommen», so Acosta in «Kein Weg zurück» (bei schott-musik.de). Vernarrt in die Vorstellung, der Sohn könnte es eines Tages besser haben, zwingt er ihm eine Kunst auf, der sich der Junior el desastre mit Händen und Füßen widersetzt. El Moro de los Pinos, wie man ihn als Breakdancer noch nennt, möchte ein zweiter Pelé werden. Erst als er Alberto Terrero begegnet, begreift er, was es heißt, große Sprünge zu machen. Von da ab folgt er fanatisch der «Fanfare der Berufung». Sie führt ihn zum English National Ballet, Kubanischen Nationalballett und Houston Ballet und von da als Principal Guest Artist des ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz August/September 2009
Rubrik: Magazin, Seite 71
von Hartmut Regitz

Vergriffen
Weitere Beiträge
Ein Gespräch mit Dominique Hervieo

Dominique Hervieo, als Choreografin sind Sie jetzt im zweiten Jahr Intendantin am Théâtre national de Chaillot. Das Theater sollte nach erbitterten Debatten zum ersten großen Tanzhaus in Paris werden. Ich hatte nicht erwartet, dass nun doch so viel Theater im Programm steht. Hat da die Theaterlobby im Kulturministerium Einfluss geltend gemacht?                     ...

Ausbilden - In der Akademie

Caroline Llorca, Sie waren selbst Erste Solistin in Paris, gelten als Spezialistin der Vaganova-Technik, seit 2001 sind Sie Professorin für Klassisches Ballett an der Ballettakademie der Münchner Hochschule für Musik und Theater. Was braucht der Nachwuchs?                                                                                                          ...

El Contrabando: «On_Line_»

Mensch und Maschine: welch eine Beziehung in der Kiste. Technik ist ja nicht unsinnlich. Das ist der Reiz. Es treten auf: drei Damen in Schwarz, Hosen und armfreie Oberteile, Ohrgehänge, die Haare streng zurückgesteckt. Es stehen bereit: vier Waschmaschinen, ebenfalls in Schwarz. Vorn zwei nebeneinander, weiter hinten je eine. Über Leitern betreten die Damen die...