Carlos Acosta
Von zwei Auftritten in München und Stuttgart abgesehen, kennt ihn in Deutschland kein Mensch. Das könnte sich bald ändern. Acosta, als einziger Tänzer bei Decca unter Vertrag, möchte mit seiner Show «Tocororo» gastieren, auch Auftritte à la «Don Quixote» schließt er nicht aus. Womöglich kommt er sogar ins Kino. Ein Spielfilm, basierend auf seiner Autobiografie, ist in Vorbereitung. Im Kino, schenkt man dem Buch Glauben, hat auch alles angefangen.
Dort sah der Vater, ein LKW-Fahrer aus einem Vorort von Havanna, zum ersten Mal ein Ballett – seine «Seele hat zum allerersten Mal Flügel bekommen», so Acosta in «Kein Weg zurück» (bei schott-musik.de). Vernarrt in die Vorstellung, der Sohn könnte es eines Tages besser haben, zwingt er ihm eine Kunst auf, der sich der Junior el desastre mit Händen und Füßen widersetzt. El Moro de los Pinos, wie man ihn als Breakdancer noch nennt, möchte ein zweiter Pelé werden. Erst als er Alberto Terrero begegnet, begreift er, was es heißt, große Sprünge zu machen. Von da ab folgt er fanatisch der «Fanfare der Berufung». Sie führt ihn zum English National Ballet, Kubanischen Nationalballett und Houston Ballet und von da als Principal Guest Artist des ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Iñaki Azpillaga unterrichtet Tanzkompanien wie Ultima Vez, die Needcompany und Charleroi/Danses und ist Gastdozent bei zahlreichen Tanzfestivals in ganz Europa. Er studierte Baskischen Volkstanz, Ballett, Jazz, Modern und Contemporary Dance und tanzte u. a. mit Mathilde Monnier, Ultima Vez, Bocanada Danza und der National Ballet Company of Spain. Seit vielen Jahren...
die giselle
des Königlich Dänischen Balletts gastiert an der Semperoper in Dresden. Getanzt wird die Titelrolle von der Ersten Solistin in Kopenhagen, Gudrun Bojesen. Die von Nikolaj Hübbe eingerichtete Schau stiehlt ihr ein Pas de deux, bestehend aus Ihrer Majestät Königin Margrethe II. von Dänemark und Ihrer Königlichen Hoheit Prinzessin Benedikte....
Zweieinhalb Wochen zuvor war die Welt noch in Ordnung. Man fuhr zu Pina Bausch nach Wuppertal, das «Neue Stück» zu sehen. Erfreute sich an den frischen Gesichtern des Tanztheater-Nachwuchses, bewunderte die Bewegungs-Serpentinen, auf denen Schmerz und Lust in Endlosschleifen vorüberglitten. Sammelte Bausch’sche Selbstzitate auf und staunte über klassische...
