bundesjugendballett
Sie sind noch nicht ganz trocken hinter den Ohren, und deswegen ist die Solo-Therme in Otterndorf wie geschaffen für die acht Youngsters des Bundesjugendballetts. Warum nicht mal in einem leergepumpten Schwimmbecken tanzen? Noch dazu, wenn man die einmalige Bühne damit zu einem «Ausgezeichneten Ort im Land der Ideen» machen kann und dafür auch noch einen Preis einheimst.
An Einfällen hat es dem Team um Kevin Haigen, Lukas Onken und Yohan Stegli nie gemangelt – ganz gleich, ob es sich dabei um möglichst unterschiedliche Arbeitsbedingungen handelt, um Kooperationsmodelle, Partnerschaften oder Aufführungsformate. Schließlich sollen die angehenden Tänzer und Tänzerinnen ja nicht nur auf den künstlerischen Ernstfall vorbereitet, sondern auch mit einer Wirklichkeit konfrontiert werden, die Engagement verlangt und Empathie. Einen Auftritt im Gefängnis oder in einer psychiatrischen Klinik steckt man als junger Mensch nicht so einfach weg. Er wirkt nach, prägt eine Persönlichkeit und trägt zum Reifungsprozess sicher nicht weniger bei als ein Bewegungsrepertoire, das von den «Simple Gifts» des Vorjahres bis zum «Zauberlehrling» von Wubkje Kuindersma reicht. Nicht zufällig steht ihre ...
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Tanz Jahrbuch 2014
Rubrik: die hoffnungsträger, Seite 152
von Hartmut Regitz
«Ich bin der stille Schatten im Hintergrund», sagt Christopher Roman einmal in der Mitte des langen Gesprächs. Wenn es um die Forsythe Company geht, ist die Rede zur Zeit meist von William Forsythe selbst, der die Leitung aus gesundheitlichen Gründen abgegeben hat, aufgeben musste, und Jacopo Godani, der ab August 2015 an die Spitze einer Truppe rückt, die dann...
Auf der Bank in der Sonne vor dem Bauernhof, auf Oberösterreichisch «SunBengSitting»: Idyllisch und romantisch ist Simon Mayers gleichnamiges, Brauchtum kritisch ins Visier nehmendes Solo, das im April 2014 bei «imagetanz» im Wiener brut uraufgeführt wurde, ganz und gar nicht. Aufgefallen war der zunächst an der Wiener Staatsoper, dann aber vor allem in Anne Teresa...
Ein Nebeneffekt der Aufbewahrung von irgendetwas in einem Raum, den wir Museum nennen, ist das Anwachsen seiner Bedeutung in den Augen des Besuchers, unabhängig davon, ob er sie erkennt oder nicht. Man hat es ausgestellt, dann wird es bedeutend sein. Man hat es gedruckt, dann wird es gut sein. Es kostet 10.000 Euro, dann muss es auch was wert sein. Wenn es der Mühe...
