guillaume côté
Er ist einer der größten Ballett-Stars seines Heimatlandes Kanada und derzeit erste Wahl, wenn es um die Besetzung der Hauptrollen beim National Ballet of Canada (NBoC) geht. Er verkörpert diese Partien mit Bravour, seit er vor 15 Jahren erstmals in der Kompanie auf sich aufmerksam machte. Die Künstlerische Leiterin Karen Kain bezeichnet ihn als Ausnahmetalent: «Guillaume ist enorm begabt, sei es technisch, emotional oder musikalisch. Er gibt einfach alles.» Dabei war der Tanz nicht von Anfang an seine größte Leidenschaft. Aber er veränderte sein Leben.
In Lac Saint-Jean im ländlichen Norden der Provinz Québec geboren, bekam er ersten Unterricht, als die Eltern in seiner Heimatstadt eine Ballettschule aufmachten. Rasch erkannte einer seiner Lehrer Guillaumes Potenzial und schickte den Zehnjährigen zum Vortanzen an die National Ballet School in Toronto. Mit Erfolg. Seit Côtés Abschluss dort verlief seine Karriere buchstäblich kometenhaft. Nach einem kurzen Intermezzo beim New York City Ballet kehrte er zum NBoC zurück, wurde dort 2004 zum Principal Dancer und 2013 schließlich zum «choreographic associate» ernannt.
Guillaume Côté steht hoch im Kurs als begehrter Gasttänzer – beim ...
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Tanz Jahrbuch 2014
Rubrik: die hoffnungsträger, Seite 154
von Philip Szporer
Ein Stück von Pina Bausch einmal mit ihren Augen schauen: Ein Film macht‘s möglich. «Ahnen ahnen» nennt sich der «Probefilm», der 1987 im Vorfeld zu dem Bausch-Film «Die Klage der Kaiserin» entstanden ist: keine Dokumentation, wie man aufgrund des Untertitels «Probenfragmente» vielleicht annehmen könnte, sondern eine eigenständige Arbeit, von der Leiterin des...
Eigentlich ist er Theaterregisseur, aber seine Arbeit ist so choreografisch, dass sie auch die Tanzgemeinde begeistert. Bilder aus Bewegung, Licht, verschlüsselter Handlung und beklemmender Atmosphäre. Ein verwischter Spuk wie aus einer Schreckenskammer, umstellt von Videoscreens mit Großaufnahmen von Insekten, deren aggressives Angriffssummen die Stille...
Mit Meg Stuart ein Gespräch zu führen, katapultiert auf eine andere Wahrnehmungsebene. Sie lebt nicht im Linearen, reiht ungern Wörter zu eindeutigen Sätzen aneinander. Lieber ruft sie zwei, drei Substantive oder Adjektive auf, um deren paradigmatische Qualitäten durchzuspielen. Vertikal wandert sie um ein Wort herum und ersetzt es durch Synonyme, generiert eine...
