Buch, CD, DVD 3/23
Biografie
FLORA FABBRI
Wer aus dem Scheinwerferlicht zurücktritt, verschwindet in der Regel schnell im Dunkel der Geschichte. Doch warum bleiben einige Tänzer, Tänzerinnen im Licht, andere nicht? Die Frage kann auch Thierry L. Jaquemets Buch «Flora Fabbri – Eine Kämpferin trägt Tüll» nicht beantworten, wohl aber bringt es die italienische Tänzerin Flora Fabbri (1822 – 1880) ins Licht.
Die Schülerin von Carlo Blasis (tanz 11/22) soll laut zeitgenössischer Kritik eine der meist geschätzten Ballerinen ihrer Zeit gewesen sein, sie tanzte das Repertoire der wichtigsten romantischen Ballette. Eine Meisterin des Spitzentanzes und leicht wie ein Schmetterling, eroberte sie das Publikum in Italien, Paris und London. Am 29. Januar 1845 habe sie in Turin sogar die ikonische Marie Taglioni in den Schatten gestellt. Taglioni war damals bereits 40, Flora Fabbri erst 23. Taglioni blieb im Licht – sie war ja auch die Pionierin.
Der Schweizer Tänzer Thierrry L. Jaquemet wurde an der Tanz-Akademie Zürich ausgebildet, tanzte im Ungarischen Nationalballett in Györ und ist seit 2019 Halbsolist in Pilsen. Als er bei einem Freund ein Bild Flora Fabbris entdeckte, wollte er mehr wissen. So begann seine ...
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Tanz März 2023
Rubrik: Medien, Seite 58
von
Ralf Dörnen, Intendant und Ballettdirektor am Theater Vorpommern, ist ein Freund offener Worte. Derzeit muss er viel Klartext in die Öffentlichkeit ventilieren, auch wenn ihm das manchen Verdruss beschert. Denn das Haus in Greifswald, eine seiner drei Spielstätten, ist ein Sanierungsfall (tanz 2/23) – und bislang weiß niemand, wie das Interimsquartier aussehen...
Die Geschichte geschieht, kurz bevor Mahmoud Ahmadinedschad 2005 der sechste Präsident des Iran wird. Damals arbeite ich in Brasilien und erhalte die Einladung, in Iran einen Workshop zu geben. Es ist seltsam, in Brasilien über Iran nachzudenken. Hier überall freigelegte Haut und tanzende Körper; in Iran verhüllte Körper und ein Tanz, der nicht existieren darf.
In...
Als Michelle Willems vor fünf Jahren Daniel Mulligan im Opernhaus Zürich auf offener Bühne eine langte, wussten wir, dass hier eine selbstbewusste Tänzerin herangewachsen war. Selbstredend war das alles Spiel, nämlich Christian Spucks «Nussknacker und Mausekönig» (tanz 12/17). Michelle Willems tanzte die Marie und Daniel Mulligan den Bruder Fritz. Und der nervte....
