Bremer Beerdigung
Ein Begräbniszug überquert in Urs Dietrichs neuer Choreografie «Flacon» die Bühne des Bremer Schauspielhauses. Zwei Trippelschritte vor, einer zurück. Die verschleierten Frauen in schwarzen Roben scheinen auf der Stelle zu treten – genau wie die Politiker mit ihrer Hinhaltetaktik in der Bremer Theaterkrise. Das Bild ist deutlich: Als ob mit dem Trauerspuk das Bremer Tanztheater bereits zu Grabe getragen würde. Doch noch ist es nicht so weit.
«Wir spielen weiter!» Unübersehbar plakatierten die 440 Mitarbeiter ihren Willen.
Ohne Oktobergehalt haben sie gearbeitet, keine Vorstellung ausfallen lassen und sogar die Dietrich-Uraufführung herausgebracht. 4,7 Millionen Schulden brachten das Vierspartenhaus an den Rand der Pleite. Doch die Insolvenz wurde von der Belegschaft durch Verzicht auf Weihnachts- und Urlaubsgeld abgewendet.
Kultursenator Jörg Kastendiek (CDU) verlangte vom ohnehin chronisch unterfinanzierten Theater, 2,5 Millionen an Personalkosten einzusparen. Nottarifverhandlungen sind aufgenommen worden, die Suche nach dem Nachfolger für Klaus Pierwoß hat begonnen. Doch Angst bleibt: die Stadt könnte das Traditionshaus, an dem in den Sechzigerjahren deutsche Tanz- und ...
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There sure is a lot of it: tomatoe sauce dripping down from underneath the long hair of a lushous woman, tomatoe sauce abundantly leaking out of the mouth of a dying man, tomatoe sauce squishing from plastic bottles and hardpaper boxes. There is red sauce in a transparent plastic bag from which a gasping female body struggles herself free, there is blood spilling...
Christmas time is Nutcracker time, thinks Canadian dance researcher Jennifer Fisher, whose amusing book “Nutcracker Nation” tells us how the Russian “Nutcracker” of 1892 became the New World’s favourite ballet. In five chapters, Fisher attempts to elucidate the question of who regularly submits to the ritual of a “Nutcracker” performance at Christmas and why. To...
Kein Ort. Nirgends. Selbst wenn sie irgendwo Station machen, sind sie auf der Wanderschaft. Nichts hält sie. Niemand will sie haben. Der Wagen rollt. Wie ein Schatten taucht er aus der Dunkelheit der Russenhalle auf und rast, von einer Rätsche angefeuert, auf die Ränge zu. Noch kommt es nicht zur Kollision. In Potsdam brennen keine Autos. Einmal gestoppt, kippen...
