«Breeding Spaces» – ein Gespräch mit Daniela Kurz

Göteborg

Tanz - Logo

Daniela Kurz,
ist das nicht eine zwiespältige Situa­tion: international gefragt zu sein und als Leiterin des Tanztheaters dem Ende Ihrer zehnjährigen Nürnberg-Aktivitäten entgegenzusehen? Im Gegenteil, ich empfinde sie als klar und eindeutig. Im Sommer 2008 endet eine zehnjährige Arbeit, die einen konsequenten Aufbau deutlich macht. Ich hätte mir gut vorstellen können, sie fortzusetzen. Aber unter den Bedingungen, die mir für die Zeit danach signalisiert worden sind, sehe ich keine Möglichkeit, sie auf dem erreichten Niveau zu halten.

Sie haben gekündigt? Ja.

Der künftige Intendant Peter Theiler will seine Prioritäten für den Tanz anders setzen und plädiert pro Jahr für eine Musical-Aufführung «in Broadway-Qualität», für das er auch das Tanztheater heranziehen will. Er sprach immer vom vollen Ensemble und von einem zusätzlichen Sondertraining. Mal abgesehen von den Möglichkeiten einer Realisierung konnte der künftige Intendant mir nicht die bisherigen drei Premieren garantieren.

Ein Rückschritt? Keine Frage. Bizarr, sich über solche Konditionen für ein Tanztheaterensemble überhaupt zu unterhalten. Das ist doch ein Standard, den wir bereits in den siebziger Jahren zu überwinden ...

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Tanz März 2007
Rubrik: Der Kalender, Seite 52
von Hartmut Regitz

Vergriffen
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