«Breeding Spaces» – ein Gespräch mit Daniela Kurz
Daniela Kurz,
ist das nicht eine zwiespältige Situation: international gefragt zu sein und als Leiterin des Tanztheaters dem Ende Ihrer zehnjährigen Nürnberg-Aktivitäten entgegenzusehen? Im Gegenteil, ich empfinde sie als klar und eindeutig. Im Sommer 2008 endet eine zehnjährige Arbeit, die einen konsequenten Aufbau deutlich macht. Ich hätte mir gut vorstellen können, sie fortzusetzen. Aber unter den Bedingungen, die mir für die Zeit danach signalisiert worden sind, sehe ich keine Möglichkeit, sie auf dem erreichten Niveau zu halten.
Sie haben gekündigt? Ja.
Der künftige Intendant Peter Theiler will seine Prioritäten für den Tanz anders setzen und plädiert pro Jahr für eine Musical-Aufführung «in Broadway-Qualität», für das er auch das Tanztheater heranziehen will. Er sprach immer vom vollen Ensemble und von einem zusätzlichen Sondertraining. Mal abgesehen von den Möglichkeiten einer Realisierung konnte der künftige Intendant mir nicht die bisherigen drei Premieren garantieren.
Ein Rückschritt? Keine Frage. Bizarr, sich über solche Konditionen für ein Tanztheaterensemble überhaupt zu unterhalten. Das ist doch ein Standard, den wir bereits in den siebziger Jahren zu überwinden ...
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Auch im Ballett ist nicht jeder der, der zu sein er vorgibt. Der «Korsar» zum Beispiel. Wer kennt nicht den Pas de deux, in den sich der Protagonist anfangs förmlich hineinkniet? Ein Prachtstück aus der Petipa-Kollektion, das bei keiner Kür eines Klassik-Concours fehlen darf. Dass das Duo eigentlich ein Trio ist, hat sich erst bei der Arbeit an der Rekonstruktion...
«Er ist einzigartig», meint Alex Ursuliak im Souvenirprogramm. Der ehemalige Direktor der Stuttgarter John Cranko-Schule hegt keinen Zweifel: «Es gibt nicht die geringste Spur der Kopie eines anderen, und man sollte ihn auch mit niemandem vergleichen. Er ist definitiv: Vladimir Malakhov.» So feiert der Intendant des Staatsballetts Berlin sein 20-jähriges...
Are my eyes open or closed? For a moment I forget my rôle as a dance critic and swim freely in the waters of reverie, my mind set adrift by beauty, entranced by a play of light. Before me an ensemble of what seem to be fireflies are engaged in a delicate choreography, extinguishing and igniting their luminescence to expose fragments of their bodies in delicate...
