«Breeding Spaces» – ein Gespräch mit Daniela Kurz
Daniela Kurz,
ist das nicht eine zwiespältige Situation: international gefragt zu sein und als Leiterin des Tanztheaters dem Ende Ihrer zehnjährigen Nürnberg-Aktivitäten entgegenzusehen? Im Gegenteil, ich empfinde sie als klar und eindeutig. Im Sommer 2008 endet eine zehnjährige Arbeit, die einen konsequenten Aufbau deutlich macht. Ich hätte mir gut vorstellen können, sie fortzusetzen. Aber unter den Bedingungen, die mir für die Zeit danach signalisiert worden sind, sehe ich keine Möglichkeit, sie auf dem erreichten Niveau zu halten.
Sie haben gekündigt? Ja.
Der künftige Intendant Peter Theiler will seine Prioritäten für den Tanz anders setzen und plädiert pro Jahr für eine Musical-Aufführung «in Broadway-Qualität», für das er auch das Tanztheater heranziehen will. Er sprach immer vom vollen Ensemble und von einem zusätzlichen Sondertraining. Mal abgesehen von den Möglichkeiten einer Realisierung konnte der künftige Intendant mir nicht die bisherigen drei Premieren garantieren.
Ein Rückschritt? Keine Frage. Bizarr, sich über solche Konditionen für ein Tanztheaterensemble überhaupt zu unterhalten. Das ist doch ein Standard, den wir bereits in den siebziger Jahren zu überwinden ...
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André Schmitz,
in der Diskussion um die Zukunft der Stiftung Oper in Berlin war immer von den drei Opernhäusern die Rede und einer möglichen Schließung. Kein Sterbenswörtchen über das Staatsballett Berlin, bisher eine der tragfähigsten, effektivsten Säulen der Stiftung. Geben Sie dem Staatsballett, sollte die Stiftung eines Tages scheitern, eine Überlebenschance,...
Es war einmal in Gelsenkirchen. Mit vierzehn wollte er diese Glowing-in-the-dark-Stiefel haben. Nur der Preis, den er fürs Coolsein zahlte, war hoch: Sich mit seinem dicken, kleinen, spuckenden, aber spendablen Onkel ins Benehmen zu setzen, der so peinlich war, dass ihm diese Nachtglühstiefel gleich wieder zweitwichtig wurden. Onkel besaß nämlich einen Spucknapf...
Martin Schläpfer einen ungewöhnlichen Künstler zu nennen, ist keine Übertreibung. «Ballett», erinnert sich sein älterer Bruder, der Psychiater Rudolf Schläpfer, «erfasste ihn in rätselhafter Weise von einem Tag auf den anderen mit solcher Wucht, dass sich alle bürgerlichen Zukunftsvorstellungen auflösten». Im Tanz, in der Choreografie das auszudrücken, was ihn im...
