Constanza Macras: "I'm Not the Only One"

Berlin

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Es war einmal in Gelsenkirchen. Mit vierzehn wollte er diese Glowing-in-the-dark-Stiefel haben. Nur der Preis, den er fürs Coolsein zahlte, war hoch: Sich mit seinem  dicken, kleinen, spuckenden, aber spen­dablen Onkel ins Benehmen zu setzen, der so peinlich war, dass ihm diese Nachtglühstiefel gleich wieder zweitwichtig wurden. Onkel besaß nämlich einen Spucknapf und konnte seine Rotzer sehr genau zielen – so widerlich, wie es bald auch alle Onkels sein werden, die noch einen Aschenbecher besitzen.

Knut Berger ist nicht mehr vierzehn.

Es ist ihm heute nicht mehr peinlich, dass er im Prater der Berliner Volksbühne die Blockföte in einer Rockband spielt. Und dazu die Kampfposen aus «Matrix» tanzt. Im Video stakst er mit einem Halstuch überm karierten Hemd durch die Gelsenkirchener Fußgängerzone wie Lucky Luke im falschen Film.

So beginnt Constanza Macras’ Doppelabend «I’m Not the Only One», ein Zweiteiler, weil die argentinische Choreografin wieder mal überläuft vor Ideen. Ein Blockflötist, der singen und tanzen kann, ist einfach peinlich. Und das passt sogar bei Constanza Macras nicht zusammen, erst recht nicht bei einer so außerordentlichen tänzerischen Hochbegabung, mit der die ...

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Tanz März 2007
Rubrik: Der Kalender, Seite 38
von Arnd Wesemann

Vergriffen
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