breakin' the city

New Yorker B-Boyz sind eine Attraktion. Ihre Wirklichkeit sieht grausam aus.

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Sein Name ist Shamgod, ein B-Boy, ein Streetdancer in der South Bronx. Aufgenommen wurde er in der Break-Figur eines Air Freeze. Nur, Shamgod, dein Air Freeze ist noch gar nicht fertig! Zu früh abgedrückt. Die Beine müssen auf fünf Uhr stehen, nicht auf halb drei wie hier. Die Skulptur könnte noch sehr viel besser aussehen. Aber woher soll Nicolaus Schmidt das wissen? Der Berliner Fotokünstler hat sich in die Jungs halt verliebt, in Shamgod, in Chubbs und dessen erst achtjährigen Bruder Jalal und deren Freunde. Ihre Bühne ist die Straße. Oder der Express Train.

Der stoppt nur selten zwischen South Bronx und  Central Midtown. Genug Zeit für Chubbs, an den Haltestangen rumzuturnen, im schmalen Korridor zwischen den Passagieren, die seinen Tanz aber ähnlich zu ignorieren versuchen wie wir die Akkordeon-Combos in der S-Bahn, für die ein Kind mit Pappbecher das Geld einsammelt. Nichts, was man respektieren müsste.

Das Foto ist abgedruckt in Nicolaus Schmidts Bildband «Breakin’ The City». Kadir «Amigo» Memis blättert darin, langsam, aufmerksam. Er ist einer der Gründer der Flying Steps, den professionellsten B-Boyz von Berlin. Er schaut aufs Bild vom Express Train, ein warmer Ort. Dazu ...

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Tanz März 2012
Rubrik: bewegung, Seite 4
von Arnd Wesemann

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