Boris Charmatz wollte unbedingt nach Berlin

Drei Direktoren für Berlin. Boris Charmatz komplettiert die Leitung des hochschulüber­greifenden Zentrums Tanz

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Boris Charmatz wollte unbedingt nach Berlin, das französische Enfant terrible unter den Choreografen. Am liebsten zu Meg Stuart. Da erhielt er eine Gastprofessur an der UdK und ist nun prompt einer der drei Direktoren des nagel­neuen hochschulübergeifenden Zentrums Tanz Berlin.

Nicht weniger über­raschend verlief die Karriere von Ingo Reulecke: Kaum war er zum Leiter der neugeschaffenen Abteilung Tanz an der Hochschule für Schauspielkunst «Ernst Busch» ernannt, darf sich auch der Berliner jetzt zum neuen Direktorium zusammen mit der schon seit Mai geschäftsführenden Direktorin Eva Maria Hoerster zählen. Bis Jahresende wird nun an der Gegenwart recherchiert: Wie bildet man zum heutigen Tanzmacher aus? Ab Sommer 2007 geht’s dann richtig los, aber noch sucht der dritte Träger des Zentrums, TanzRaumBerlin (ein Bündnis subventionierter Schulen und Bühnen), den passenden Ort. Wo künftig studiert wird, bleibt vorerst Staatsgeheimnis, aus Erfahrung: Denn wann immer bekannt wurde, dass in eine Immobilie der Tanz einziehen würde, stiegen die Preise durch plötzlich auftretende Mitbewerber. Merke: Wo Kultur entsteht, wittert die Wirtschaft sofortiges Wachstum. So fulminant, dass es der Stadt, ...

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Tanz August/September 2006
Rubrik: Celebrities, Seite 64
von Arnd Wesemann

Vergriffen
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