#blacklivesmatter
Ein perfekter Sturm ist ein besonders heftiger Sturm, der aus einer seltenen Kombination ungünstiger meteorologischer Faktoren entsteht; im übertragenen Sinn ist er ein besonders schlechter oder kritischer Zustand, der sich aus einer Reihe negativer und unvorhersehbarer Faktoren ergibt. Die Welt erlebt gerade einen perfekten Sturm. Die derzeitige US-Regierung hat die Elastizität der amerikanischen Verfassung bis an ihre Grenzen ausgereizt. Covid-19 wirft ein grelles Licht auf das wachsende Wohlstandsgefälle und die Ungleichheit bei der Gesundheitsversorgung in einer zweigeteilten Nation.
Der Lockdown hält einen zu Hause gefangen, in Angst und Frustration. Draußen zerschlagen Massensterben, Arbeitslosigkeit und Ungewissheit die Welt, wie wir sie kannten. Zuletzt kam die eklatante und unverzeihliche Verwerflichkeit eines unter weißer Vorherrschaft gediehenen historisch-institutionellen Rassismus dazu, wie ihn Polizei und einfache Bürger durch mehrere Morde an Schwarzen an den Tag gelegt haben:
Der friedliche Jogger Ahmaud Arbery, der von Vater und Sohn, Gregory und Travis McMichael, verfolgt und getötet wurde, während William Bryan filmte – einen Lynchmord. Die schlafende Breonna ...
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Tanz Jahrbuch 2020
Rubrik: Jahrbuch 2020, Seite 100
von Theresa Ruth Howard
Ich befinde mich am Anfang meiner Reise mit Dansens Hus, dem Gastspielhaus für zeitgenössischen Tanz in Stockholm. Diese Reise beginnt in einer Zeit, in der es gesellschaftlich um Zusammenbruch, Veränderung und Hoffnung geht, auch in der Kunst. Ich möchte mit Dansens Hus einen nachhaltigen Bestandteil der Infrastruktur des zeitgenössischen Tanzes schaffen.
Heraus...
In der sechsten Woche der wegen der Corona-Pandemie geschlossenen Theater streamt das Hamburg Ballett «Tod in Venedig»: 2001 von John Neumeier choreografiert nach der Novelle von Thomas Mann. Es geht um einen Choreografen im von der Cholera bedrohten Venedig, er muss Abstand halten zu anderen Menschen. Aber Abstand ist ein Ding der Unmöglichkeit in der Kunst. Weil...
Ich befinde mich derzeit in einer Art Zwischenwelt. In meinem unmittelbaren Umfeld war nichts, was ich als katastrophal empfunden hätte. In dem Künstlerumfeld sind alle Überlebenskünstler und prekäre Situationen gewohnt. So was wie bankrott gibt’s da nicht. Man hatte immer genau genug zum Überleben, und jetzt gerade überlebe ich auch. Es fühlt sich noch nicht an...
