bielefield: methusalem

gregor zöllig «methusalem»

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Kinder, wie die Zeit vergeht! «Ich war immer die Jüngste im Ensemble», klagt Brigitte Uray: «Jetzt bin ich die Älteste.» Sagt’s und steht dabei am Ende einer Reihe, die sich dem Jahrgang nach staffelt. Natürlich sieht man ihr das Alter nicht an, und deshalb positioniert sie sich innerhalb der Gruppe so, wie sie sich fühlt. Am anderen Ende der Reihe.

Jeder hält sich für jünger, als er ist. Doch die Zeit vergeht, und das Rad dreht sich auch im Theater Bielefeld unaufhörlich. Genauer gesagt: die Bühne, die die ganze Vorstellung über kaum einmal zur Ruhe kommt.

Noch ganz in Schwarz und in Schuhen, kämpfen die neun Tänzer und Tänzerinnen dagegen an, kraftvoll, dynamisch, formbewusst – fast so wie in einer Choreografie von Anne Teresa De Keersmaeker, und doch ganz anders.

Gregor Zöllig gibt schließlich «in Zusammenarbeit mit den Tänzern» nicht irgendeine Struktur vor, die es zu entwickeln gilt. In «Methusalem oder Warum die Zeit schneller vergeht» hat er sich zum Abschied vielmehr eines Themas angenommen, in das die meisten Mitglieder seines Ensembles erst noch hineinwachsen müssen. Erprobt haben sie das Alter im Zuge einer Recherche, zu der auch die Anprobe eines «Simulationsanzugs» ...

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Tanz Juni 2015
Rubrik: kalender und kritik, Seite 40
von Hartmut Regitz

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