Aus Bangkok
In Bangkok fahren keine Rikschas mehr. Der alltägliche Stau findet in klimatisierten Limousinen statt. Die letzten Orte wahrhaft tropischer Erfahrung in Thailands Metropole sind in den 64. Stock verbannt, ins wohl höchste Open-Air-Restaurant der Welt. In der lauen Nacht überschaut man bei Kerzenschein, französischem Rotwein und australischem Edelsteak eine Stadt, aus der so «exotische» Künstler stammen wie Pichet Klunchun.
Er ist ein wunderbarer Tänzer, der in Europa gerade mit «Pichet Klunchun and Myself» dem großen französischen Tanzsemiotiker Jérôme Bel zeigt, wie man Khon tanzt: das Tanzdrama aus Thailand, das auf den indischen Epos des Ramajana zurückgeht.
Erzählt wird vom Krieg des königlichen Prinzen Rama mit dem Affengott Hanuman und seinen Affenkriegern. Halb Schöpfungsmythos, halb Tragödie, sind den Göttern die Hände gebunden. Shiva kann die Welt zerstören, aber nicht retten. Vishnu kann die Welt retten, aber nicht erschaffen. Brahma kann die Welt erschaffen, aber nicht zerstören. In der getanzten Schlacht aller an Menschen, Geister und Tiere weiter gereichten göttlichen Interessen sind die Giganten, Krieger und Dämonen durch klassische Stereotypen festgelegt. Masken ...
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He is wearing just sneakers, a wig and a hat. So revealing is this tour de force solo that by the end, he may as well have stripped off his skin too. In this nearly nude state, to blasting pop music, Gutierrez proceeds to haul onstage and hook up a TV, VCR, and sound box. (Just the fact that he does this quickly in full view of a rapt audience is pretty impressive...
Dass die Wissenschaft nicht mehr nach metaphysischem Sinn, sondern nach der Erfahrung der Zuschauer sucht, erscheint als Fortschritt. Wo der Abschied vom Werk des Tanzes, etwa durch rekonstruierbare Notationen und ihrer Interpretation nach dem Muster der Musikwissenschaft infrage gestellt wird, beginnt hier vielleicht eine neue Ära der «Wissenskultur»: als...
Wumm, wieder ist einer gelandet! Ein echter Kontrapunkt zum leisen Tschaikowsky und dem sanft pastellenen Licht. Die Bretter des Prinzregententheaters sind berüchtigt für ihre Percussion-Akustik. Für Tanz eingeschränkt geeignet. For what goes up, must come down. Bei der Nurejew-Hommage «Thank you, Rudy!» lief vieles nicht glatt.
Vergessen wir das Rätselraten um...
