Wo bleiben die Künstler?
Dass die Wissenschaft nicht mehr nach metaphysischem Sinn, sondern nach der Erfahrung der Zuschauer sucht, erscheint als Fortschritt. Wo der Abschied vom Werk des Tanzes, etwa durch rekonstruierbare Notationen und ihrer Interpretation nach dem Muster der Musikwissenschaft infrage gestellt wird, beginnt hier vielleicht eine neue Ära der «Wissenskultur»: als Anerkenntnis, dass es neben der akademischen Wissenschaft auch eine andere Wissensvermittlung gibt, eben die traditionelle der körperlichen Erfahrung.
Denn Wissenstransfer im Tanz geschieht ganz praktisch als ein Weitervererben von Körperwissen unmittelbar an der Ballettstange und im Probenraum.
Erfahrung, heißt es noch stringenter, ist nur körperlich ermessbar. Eine theoretische Aneignung von Tanz bleibt dagegen zwangsläufig Papier. Darum gerät die «Theorie» immer wieder in Verdacht, nur im Zuschauerraum dämmernd die Tanzkunst anzusehen (Theorie als eine Kunst zu sehen, zu verstehen, vergleichen zu können), um hieraus ihre Thesen zu formulieren. Natürlich einfühlsame, verständnisvolle, die letztlich immer «solidarische» Thesen sind, die auf Kongressen vorgetragen die Wichtigkeit des Tanzes feiern. Oder die seiner Inspiration ...
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Mit Berliner Historie im Kopf ließe sich fragen, ob da wohl etwas zusammenwächst, was zusammengehört. Zwischen Sasha Waltz, Schubert und Ballett. Es geschah nicht in Berlin, sondern in Lyon, dass Waltz in der Folge von «Impromptus» Schubert eine «Fantasie» entlockt. Eine Art Impromptu war es auch, sich erstmals ohne sasha waltz & guests in eine Kreation zu...
You may know that in the last few years there has been an explosion of interest in the study of mind. In particular, there has been a blossoming of studies of consciousness, of the subjective aspects of our mental lives, of experience. Much of this work has been interdisciplinary. How could it not be? Philosophers, psychologists, neuroscientists, not to mention...
Sie waren zwei: Giselle und Nora Vesco, zwei höchst gegensätzliche Tanzschwestern unter Tatjana Gsovsky an der Staatsoper. Giselle wuchs sehr erfolgreich in die «Lindenstraße» des Fernsehens hinüber; Nora, die Schwester, ist nun im Alter von 75 Jahren gestorben. Sie war eine durch und durch ätherische Ballerina, empfindsam, stilsicher, immer ein bisschen kühl, aber...
